Osnabrück  Für die Girolive-Panthers Osnabrück geht es in Freiburg nur ums Überleben

Sven Schüer
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Von Sven Schüer
| 04.12.2025 17:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Stina Almqvist tritt mit den Panthers am Samstag in Freiburg an. Foto: Helmut Kemme
Stina Almqvist tritt mit den Panthers am Samstag in Freiburg an. Foto: Helmut Kemme
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Machen die Panthers die brutale Reisewoche mit dem dritten Sieg im dritten Spiel perfekt? Haben die Artland Dragons die Trennung von Geschäftsführer Marius Kröger verdaut? Diese und mehr Fragen werden am Wochenende beantwortet. Drei Spiele finden dabei in der Region Osnabrück statt. Die Hallensport-Highlights des Wochenendes.

Während der VC Osnabrück und der TV Bissendorf-Holte am Wochenende spielfrei haben, geht es in den Sporthallen des VfL Lintorf, des BBC Osnabrück und der Artland Dragons heiß her. Die Panthers treten derweil – schon wieder – auswärts an.

Zwei von drei langen Auswärtsfahrten haben die Bundesliga-Basketballerinnen der Panthers Osnabrück bereits in den Knochen: Nach dem Sieg in Nördlingen am vergangenen Sonntag gewannen die OSC-Frauen am Mittwoch im Achtelfinale des DBBL-Pokals mit 73:64 in Freiburg und stellten die Weichen dabei früh auf Sieg. Nach dem ersten Viertel führten die Panthers bereits mit 29:12 und gingen mit einer 45:25-Führung in die Pause. „Die erste Halbzeit war perfekt. In der zweiten Halbzeit waren wir einfach müde“, analysierte Panthers-Coach Sasa Cuic.

Das dritte Viertel ging klar an die Eisvögel (24:12), die den Rückstand auf acht Punkte schrumpfen ließen. Doch die Panthers retteten den Vorsprung über die Ziellinie und zogen, angeführt von Topscorerin Kristen Spolyar (26 Punkte) und Stina Almqvist, die die komplette Spielzeit auf dem Feld stand, letztlich ins Viertelfinale ein. „In dieser Woche geht es nur ums Überleben. Eigentlich bräuchten wir einen Kader mit 16 Spielerinnen“, sagt Cuic auch mit Blick auf die Verletzungssituation: In Freiburg fehlten einmal mehr mit Lina Sontag und Milica Cuic zwei Starterinnen.

Samstag reisen die OSC-Frauen erneut nach Freiburg zum Ligaspiel und wollen die harte Woche mit dem dritten Sieg im dritten Spiel perfekt machen. Cuic hofft, dass er dann wieder mehr Spielerinnen zur Verfügung hat.

In der Länderspielpause war die einvernehmliche Trennung der Artland Dragons von Geschäftsführer Marius Kröger das Thema schlechthin. Sportlich habe die Personalie die Vorbereitung der fünftplatzierten Zweitliga-Basketballer auf das Heimspiel gegen die Kirchheim Knights aber nicht beeinträchtigt, betont Cheftrainer Hendrik Gruhn. Vielmehr habe die lange Pause inklusive vier freier Tage dem Team gutgetan.

Wer die Statistiken der ProA genauer studiert, findet die Gegner aus Kirchheim in sämtlichen Wurfstatistiken im unteren Viertel der Liga. „Das sind alles gut bezahlte Profis, die an guten Tagen alle zuverlässig den Korb treffen können. Kirchheim kommt über die Physis und die Größe zum Erfolg“, warnt Gruhn vor den Gegnern, die auf dem elften Tabellenplatz liegen.

Auf dem Papier ist das Heimspiel des BBC Osnabrück gegen den Hürther BC eine klare Sache: Die Osnabrücker Basketballerinnen liegen auf dem dritten Platz der 2. DBBL, die Aufsteigerinnen aus Nordrhein-Westfalen rangieren am Tabellenende und warten noch auf ihren ersten Saisonsieg. Der BBC geht nach zwei deutlichen Niederlagen gegen die Ligaspitze mit dem nötigen Respekt, aber auch mit klarer Zielsetzung in die Begegnung. „Wir haben gegen die Topteams schmerzhafte Dämpfer bekommen. Umso wichtiger ist es, zuhause ungeschlagen zu bleiben und die Hinrunde Richtung Weihnachtszeit positiv abzuschließen“, betont Headcoach Radion Gross.

Erstmals seit Wochen kann der BBC nahezu aus dem Vollen schöpfen: Die verletzungsbedingten Ausfälle sind ausgestanden, der Kader steht vollständig zur Verfügung – ein Faktor, der dem Team Stabilität und Variabilität zurückgeben dürfte.

Eigentlich wollten die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf das vergangenen spielfreie Wochenende zur Regeneration nutzen. „Das hat aber leider gar nicht geklappt“, sagt Trainer Ewald Derksen mit Blick auf einige verletzte und kranke Spieler, die Sonntag im letzten Heimspiel des Jahres gegen den TV Baden wohl nicht zur Verfügung stehen. Kapitän Nico auf der Masch ist aber wieder voll genesen und laut Derksen nahezu bei 100 Prozent.

Die Gäste liegen in der Tabelle direkt hinter dem VfL und würden mit einem Sieg vorbeiziehen. Derksen warnt vor allem vor drei zweitligaerfahrenen Spielern: „Wir müssen uns vernünftig gegen sie aufstellen, vor allem im Block. Hoffentlich können wir genug Aufschlagdruck ausüben.“

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