Osnabrück  Radcrosser Simon Michalowski: Erst die WM, jetzt das Heim-Rennen in Osnabrück

Peter Vorberg
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Von Peter Vorberg
| 08.12.2025 16:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Rad hier in der Hand, aber bald beim Heim-Rennen wieder im Sattel: Simon Michalowski. Foto: Privat
Das Rad hier in der Hand, aber bald beim Heim-Rennen wieder im Sattel: Simon Michalowski. Foto: Privat
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In den Wintermonaten steigen viele Radrennfahrer auf ihre speziellen Crossräder und gehen ins Gelände. Die Saison läuft seit Anfang Oktober, zuletzt war Simon Michalowski von der RRG Osnabrück bei der Senioren-Cross-WM in Varese (ITA) mit dabei. Als Nächstes wartet auf den 50-Jährigen am kommenden Wochenende ein Rennen an der Gesamtschule Schinkel direkt vor seiner Haustür.

Simon Michalowski gehört zu den absoluten Cross-Spezialisten auf dem Rennrad und ist in seiner aktuellen Altersklasse M50 einer der Besten in Deutschland. Kürzlich war der Fahrer der RRG Osnabrück bereits zum dritten Mal bei einer Senioren-WM am Start, diesmal im norditalienischen Varese. Aber auch am kommenden Sonntag (14. Dezember, 10 bis ca. 15 Uhr) ist die Motivation groß, wenn in Osnabrück zum ersten Mal ein Crossrennen auf einem Areal nahe der Gesamtschule Schinkel stattfindet.

Was früher Querfeldeinrennen hieß, ist offiziell zum „Cyclo-Cross“ geworden. Simon Michalowski hat in diesem Mix aus Radfahren im Gelände und Laufpassagen kürzlich an der WM teilgenommen und seine Erwartungen laut eigener Aussage voll erfüllt. „Es war super, eine tolle Erfahrung bei einer tollen Veranstaltung. Ich war zweimal schon bei einer WM in Hamburg, jetzt zum ersten Mal im Ausland“, beschreibt Michalowski seine Erfahrungen. „Es ist zwar ein Crossrennen wie viele andere, aber mit internationalen Fahrern und deutlich mehr Startern als sonst - mit 60 bis 100 statt 20 bis 40. Da ist die Startpositionierung schon sehr wichtig und ich musste diesmal leider per Losverfahren aus der letzten Startreihe starten. Komischerweise war der italienische Meister in der ersten Reihe und sieben Italiener auf den ersten zehn Startplätzen“, sagt der Osnabrücker schmunzelnd.

Als Kind und Jugendlicher hatte Michalowski erste Crosserfahrungen auf dem BMX-Rad gesammelt, die er vor rund fünf Jahren auf dem Rennrad wiederbelebte und intensivierte. Mittlerweile kann der RRG-Radsportler auf etliche Erfolge zurückblicken, wie diverse Tagessiege beim Weser-Ems Cup, dem Gesamtsieg im letzten Winter sowie einem zweiten und dritten Platz in der Bundesliga. Außerdem steht im Januar 2025 ein 13. Platz bei den Deutschen Meisterschaften zu Buche, bei denen Michalowski sogar im neuen Jahr die Top-Ten anpeilt. „Es läuft im Moment, deshalb freue ich mich auch sehr aufs Rennen im Schinkel. Im Weser-Ems Cup habe ich unser erstes Heimrennen in der Bornheide gewonnen, mein Lieblingsrennen“, brennt der Radsportler auf die nächsten Einsätze, unter anderem gegen einen seiner Dauerrivalen, den Ex-Europameister Thomas Hannöver (Lohne).

Ob es zum Duell der beiden allerdings im Schinkel kommt, entscheidet sich erst kurzfristig, wie RRG-Organisator Helmut Philipp weiß. „Wir haben mal wieder eine neue Idee gehabt und wollen den Weser-Ems-Cup mit einer erhöhten Anzahl an Rennen aufwerten“, so Philipp. Neben dem Rennen der Master 3 mit Simon Michalowski (14 Uhr) dürfen sich Zuschauer besonders auch auf das Eliterennen (12.45 Uhr) freuen, bei dem mit Julian Hellmann ein weiterer RRG-Fahrer durchaus Chancen aufs Treppchen besitzt Los geht es um 10 Uhr mit dem Hobbyrennen, für das sich Interessierte noch vor Ort oder über die RRG-Homepage anmelden können.

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