Osnabrück Lange Vollsperrung, weite Umwege: Mindener Straße in Osnabrück wird zur Dauerbaustelle
Die Mindener Straße in Osnabrück ist teilweise marode. Im Sommer 2026 wird sie ausgebaut. Doch bis Autofahrer sie wieder nutzen können, wird viel Zeit vergehen.
Im Sommer 2026 soll es losgehen: Die Mindener Straße in Osnabrück wird ausgebaut. Der Rat der Stadt hat einstimmig, bei Enthaltung der AfD, die Mittel über 3,8 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt freigegeben. Das bedeutet: Die Straße wird 20 Monate lang voll gesperrt sein.
Im Sommer hatte der Rat bereits Planungsmittel in Höhe von 900.000 Euro freigegeben. In Summe wird die Sanierung also rund 4,7 Millionen Euro kosten. Die Stadt hofft auf eine Förderung über 1,8 Millionen Euro.
In drei Bauabschnitten wird die Straße von der Schellenbergstraße bis zur Straße Auf dem Winkel ausgebaut. Parallel erneuern die Stadtwerke die Leitungen im Untergrund.
Der erste Abschnitt erstreckt sich vom Stadtweg/Burg Gretesch bis Auf dem Winkel. Er wird in fünf Unterbauabschnitte unterteilt, damit Anlieger weitestgehend zu ihren Grundstücken kommen.
Allein für den ersten Bauabschnitt wird die Mindener Straße 20 Monate voll gesperrt – bis voraussichtlich Februar 2028. Die Fahrbahn wird auf 6,50 Meter reduziert, es entsteht ein mindestens 2,50 Meter breiter gemeinsamer Geh- und Radweg.
Mehr war nicht drin, weil Anwohner der Stadt Teile ihrer Grundstücke nicht verkaufen wollten. Mehr Platz, etwa für abgetrennte Radwege, steht also nicht zur Verfügung.
Autofahrer werden während der Bauarbeiten über die Darumer und die Belmer Straße umgeleitet – ein Umweg von knapp acht Kilometern. Die Umleitungsstrecke müsse geeignet sein, den zusätzlichen Verkehr zu verkraften, erklärt die Stadt dazu.
Der Schwerlastverkehr wird über die A30 und A33, Abfahrt Lüstringen, geführt – und umgekehrt.
Auch die Busse werden die Baustelle umfahren müssen. Ihre Umleitung führt über die Darumer Straße und den Schledehauser Weg, teilten die Stadtwerke mit. Eine kürzere Umleitung, etwa durch die Bauernschaft Lüstringen, sei geprüft worden, aber nicht möglich.
Ab 2026 kalkuliert die Verwaltung eine jährliche Preissteigerung von 2,5 Prozent ein. Zugleich fallen die künftig eingeplanten Ausgaben niedriger aus als ursprünglich veranschlagt: 2027 um 1,05 Millionen und 2028 um 215.000 Euro weniger. Diese Anpassungen werden in den kommenden Haushaltsplanungen ab 2026 berücksichtigt.