Osnabrück Artland Dragons gehen mit klarem Plan ins Heimspiel gegen prominent besetzte Gäste
Das letzte volle Hallensport-Wochenende des Jahres bietet einen bunten Mix aus interessanten Partien für die höherklassigen Teams aus der Region. Während der BBC Osnabrück, der VC Osnabrück und der TV Bissendorf-Holte ihre letzten Spiele in 2025 absolvieren, sind die Artland Dragons und die Girolive-Panthers noch nicht fertig mit dem Kalenderjahr.
Zum letzten Mal in diesem Jahr sind die meisten höherklassigen Hallensport-Teams aus der Region am Wochenende im Einsatz. Während sich die Artland Dragons auf ein sehr attraktives Heimspiel gegen prominent besetzte Gäste freuen, reisen die Girolive-Panthers mit einem schmerzhaften Ausfall nach Herne. Der BBC Osnabrück, der VC Osnabrück und der TV Bissendorf-Holte schließen das Kalenderjahr derweil ab.
Ein Highlightspiel erwartet die ProA-Basketballer der Artland Dragons in eigener Halle gegen die Gießen 46ers. Die Gäste liegen in der Tabelle direkt hinter den fünftplatzierten Quakenbrückern. Dragons-Coach Hendrik Gruhn erwartet ein hartes Stück Arbeit: „Gießen ist individuell wahnsinnig stark. Wir brauchen defensiv einen absoluten Sahnetag. Offensiv wollen wir spielen und unser Spiel dem Gegner aufzwingen. Dann werden wir sehen, welcher Spielstil sich am Ende durchsetzt.“
Besonders warnt Gruhn vor Kyle Castlin, einem der gefährlichsten Offensivspieler der ProA, Robin Benzing, der über 160 Länderspiele für Deutschland absolviert hat, und Neuzugang Abu Kigab, der in der letzten Saison für Heidelberg und Karlsruhe ein Unterschiedsspieler war.
Ohne Topscorerin Kristen Spolyar reisen die Bundesliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers zum kniffligen Auswärtsspiel beim Herner TC. Die US-Amerikanerin verletzte sich bei der Heimniederlage gegen Nördlingen am Knie und wird laut Trainer Sasa Cuic gegen den Tabellenvorletzten sicher nicht spielen: „Wir warten noch die MRT-Ergebnisse ab und wissen dann, wie schwer die Verletzung ist.“
Auf dem Papier gehen die Panthers zwar als Favoritinnen ins Spiel. Die personelle Lage macht die Sache jedoch kompliziert. Zumal Herne mit Nationalspielerin Jennifer Crowder eine Unterschiedsspielerin im Kader hat, die seit zwei Partien wieder im Einsatz ist und dabei im Schnitt 38:30 Minuten auf dem Feld stand und 18 Punkte auflegte. „Wir wissen aus dem Hinspiel (73:72 für die Panthers, Anm. d. Red.), dass Herne uns Probleme bereiten kann. Sie spielen schnell und sind sehr stark im Umschaltspiel. Aber wir sind vorbereitet“, sagt Cuic.
Die drittplatzierten Zweitliga-Basketballerinnen des BBC Osnabrück schließen das Jahr mit einem Heimspiel gegen die BG Avides Hurricanes aus Rotenburg/Scheeßel ab. Obwohl die Gäste zwei Profispielerinnen im Kader haben, stehen die Hurricanes nur auf dem zehnten Tabellenplatz. BBC-Trainer Radion Gross will die Gegnerinnen aber nicht unterschätzen: „Rotenburg war 2023 und 2024 noch Meister der 2. DBBL.“
Zuletzt tankten die Black Bulls Selbstvertrauen beim klaren 70:49-Sieg in Chemnitz trotz vieler Ausfälle. Die wichtigste Rückkehrerin in den Kader ist am Sonntag Melina Hagenhoff, die im Schnitt fast 30 Minuten pro Spiel auf dem Feld steht. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Katharina Hoffmeier, die krankheitsbedingt unter der Woche nicht trainieren konnte.
Das Jahr 2025 geht für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück am Sonntag mit einem schweren Auswärtsspiel in der Grafschaft Bentheim zu Ende. Das Team des Trainerduos Gunnar Kraus/Philippe Quistorff hat beim SCU Emlichheim nichts zu verlieren, denn der Aufsteiger tritt beim aktuellen Meister der 2. Liga Nord und derzeitigen Tabellenführer an. Dennoch gehen die VCO-Frauen nach fünf Siegen aus den letzten sechs Partien mit viel Selbstbewusstsein ins vorletzte Spiel der Hinrunde. „Wir haben bisher mehr erreicht, als wir erwartet haben und können gelöst aufspielen“, blickt Kraus entspannt auf das Bonusspiel.
Tabellarisch ist das Auswärtsspiel der Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte in Friesland bei der HSG Varel ein Duell auf Augenhöhe. Trainer Timon Döring spricht trotzdem von einer Mammutaufgabe zum Jahresabschluss: „Uns erwartet ein sehr schweres Spiel. Wir treffen auf einen Verein mit viel Tradition und einer lautstarken Halle. Varel hat einige Spieler mit einer hohen individuellen Qualität.“ Nach dem Heimsieg gegen Habenhausen ist das Selbstvertrauen beim TVBH aber auch hoch, betont der Coach: „Für uns kommt es darauf an, mit einer guten Stimmung nach Varel zu fahren, die positive Energie aus den letzten Spielen aufrecht zu erhalten und vor allem auf unsere eigenen Stärken zu vertrauen.“