Bissendorf Bissendorfer Firma CT Cloud Design wird zum Kinderbotschafter – das steckt dahinter
Das Bissendorfer Unternehmen CT Cloud Design spendet 6000 Euro zum Schutz von Kindern, die Gewalt erleben und wird Kinderbotschafter.
Schläge, Mobbing, sexueller Missbrauch. Wenn Minderjährige Gewalt erleben, braucht es vor allem eines: professionelle und schnelle Hilfe. Doch in der Region Osnabrück warten Betroffene oft wochen- oder monatelang auf einen Termin, denn die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes Osnabrück ist überlastet.
Genau hier setzt die im Februar 2025 von Osnabrücker Persönlichkeiten ins Leben gerufene Kampagne „Kinderbotschafter – Region Osnabrück hilft!“ an. Ex-Fußballprofi Tommy Reichenberger ist einer der Mit-Initiatoren und steht stellvertretend für den Wunsch, lokal Verantwortung zu übernehmen und aktiv etwas für die Kinder zu bewegen.
Jetzt erhält die Kampagne Unterstützung durch CT Cloud Design. Das Bissendorfer Unternehmen ist Experte für den sicheren Betrieb von Kundenprozessen und Kundendaten in hybriden Cloud-Umgebungen. „Wir haben ein Sponsoring beim VfL und über den Kontakt zu Reichenberger erfuhren wir von dem Projekt. Da wir auch viele junge Menschen ausbilden, wissen wir, dass es ja schon früher anfängt, auf diese gut aufzupassen.“
Die beiden Geschäftsführer Thorsten Treidel und Jan Eike Carstens sehen sich in der Verantwortung. Sie betonen: „Ein intaktes Elternhaus ist immer wünschenswert. Wenn wir als Wirtschaftsunternehmen erfolgreich sind, sollen auch andere davon profitieren. Es ist unsere Überzeugung und Philosophie, uns für Kinder zu engagieren.“
Sie überreichen einen Spendenscheck von 6000 Euro und erklären sich bereit, als zukünftige Kinderbotschafter zu agieren. Das bedeutet den Verein Kinderschutzbund Osnabrück nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern mit dazu beizutragen, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsent ist.
Der gespendete Betrag wird in die Finanzierung einer zusätzlichen Fachkraft fließen. Denn die Zahl der Beratungsfälle bei Kindeswohlgefährdung steigt ständig an, wie Aleksandra Alba Lopez und Gaby Altevogt vom Kinderschutzbund Osnabrück bestätigen. „Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Familien bei allen Formen von Gewalt – ob körperlich, seelisch, sexualisiert oder durch Vernachlässigung“, informiert Altevogt.
Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien werden viele Jugendlichen direkt erreicht. „Aber wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen. Die Wartezeiten haben sich innerhalb weniger Jahre verdoppelt.“ Für traumatisierte Kinder, die akute Gewalt erlebt haben, ist das ein unhaltbarer Zustand.
Das Projekt „Kinderbotschafter“ soll daher mehr sein als eine Kampagne und zu einer Bewegung anstoßen, die unterstützt und klare Zeichen setzt: für Mitmenschlichkeit, Prävention und Veränderung. „Wir danken allen, die sich für diese Mission starkmachen. Kein Kind soll mit Gewalt, Angst oder Überforderung alleine sein“, so Altevogt.