Osnabrück  Zauber, Artistik und Familientradition: Die bewegenden Geschichten der Roncalli-Künstler

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 23.12.2025 18:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Vorhang auf in unserer Artikelsammlung für jene Menschen, die dem Roncalli Weihnachtscircus in Osnabrück seit 2014 ihren Stempel aufgedrückt haben. Foto: André Havergo
Vorhang auf in unserer Artikelsammlung für jene Menschen, die dem Roncalli Weihnachtscircus in Osnabrück seit 2014 ihren Stempel aufgedrückt haben. Foto: André Havergo
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Der Hochseilartist, der als Kind einen Bärenangriff überlebt. Der Autodesigner, der zum Clown umschult. Die Zirkusdirektoren-Tochter, die nicht vor den Augen ihres Vaters üben will. Seit es in Osnabrück den Roncalli Weihnachtscircus gibt, haben wir viele seiner Künstler porträtiert. Hier eine Sammlung.

Seit über einem Jahrzehnt blickt unsere Redaktion beim Roncalli Weihnachtscircus in Osnabrück hinter die Kulissen. Dabei entstehen hautnahe Geschichten von Clowns und Akrobaten, Illusionisten und Zeltmeistern, die allesamt eines verbindet – die Liebe zur Manege. Hier eine Auswahl von 13 faszinierenden Künstlerporträts.

Die Tochter von Roncalli-Gründer Bernhard Paul feiert in Osnabrück ihre Luftring-Premiere. Sie trainiert bis zu sechs Stunden täglich und verrät, warum sie ihre Rollschuhnummer einst heimlich einstudierte.

Der Hannoveraner Autodidakt kombiniert Comedy, Beatbox, Jonglage und Zauberei. Als ehemaliger Straßenkünstler kam er durch Zufall zu Roncalli und bereitet sich mit Meditation auf seine Auftritte vor.

Der Mechaniker, der seine Karriere bei Fiat, Jaguar und VW aufgab, um Steampunk-Clown bei Roncalli zu werden: Paolo Casanova – Künstlername Carillon (zu Deutsch: Grammofon) – war einst ein angesehener, gut bezahlter Industriedesigner für Autos und Motorräder in Turin.

Das Ehepaar lebt mit zwei Söhnen in einem 34-Quadratmeter-Caravan. Michele baut als Zeltmeister in siebter Generation das 16 Meter hohe Zirkuszelt auf, Nataliya kämpfte nach zwei Schwangerschaften für ihr Comeback in der Manege.

Der französische Akrobat turnt mit dem drei Tonnen schweren Roboter „Pauline“ in schwindelerregender Höhe – eine moderne Hommage an Charlie Chaplins „Modern Times“.

Der Publikumsliebling bringt Poesie ins Zelt und spielt den Gegenpart zu Rotclown Chistirrin. Er beherrscht besondere Instrumente wie die singende Säge und die Strohgeige.

Der gebürtige Ukrainer ist seit 2014 bei Roncalli und war in Tim Burtons „Dumbo“ zu sehen. Seine Mutter wünscht sich noch immer, er hätte einen „richtigen Beruf“ ergriffen.

Der Merlin-Award-Gewinner aus Baden-Württemberg zählt zu den weltbesten Illusionisten. Er entkommt dem Ertrinkungstod und lässt Frauen vor den Augen ihrer Begleiter verschwinden.

Der Sohn von Bernhard Paul und die australische Tänzerin sind privat und beruflich ein Paar. Adrian bringt mit seinem „Rockin‘ Roncalli“-Stil frischen Wind in die Regie, Renee trainiert bis zu zwölf Stunden täglich.

Der Schweizer mit sieben Guinness-Weltrekorden tritt ohne Sicherung im Todesrad und auf dem hängenden Seil auf. Er überlebte als Kind eine Bärenattacke und einen Badeunfall – ehe er wenige Wochen nach seinem Auftritt in Osnabrück plötzlich verstarb.

Das Roncalli-Eigengewächs feiert seinen 18. Geburtstag in der Osnabrücker Manege. Der Sohn des Geschäftsführers trainiert täglich über zwei Stunden an der fliegenden Stange.

Der Zirkusspross in siebter Generation wurde 2011 von Bernhard Paul in einer Talentshow entdeckt. In Osnabrück schlüpft er in die Rolle eines Pariser Hotelpagen und bringt das Publikum zum Rudelsingen.

Die studierte Illustratorin zeichnet als Pariser Straßenmalerin kostenlos lustige Porträts von Besuchern. Im Sommer karikiert sie Touristen auf Mallorca und achtet darauf, dass ihre Schnellzeichnungen „niedlich und süß“ aussehen.

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