Starkes Jahr  Papenburger Titeltraum und Lob für junges Talent

Marco Reemts
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Von Marco Reemts
| 28.12.2025 19:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Jörn Grosch (links) kam aus der eigenen Jugend und entwickelt sich hervorragend in der Herrenmannschaft der Blau-Weißen. Fotos: Marco Reemts
Jörn Grosch (links) kam aus der eigenen Jugend und entwickelt sich hervorragend in der Herrenmannschaft der Blau-Weißen. Fotos: Marco Reemts
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Trainer Ralf Ammermann von BW Papenburg ist zufrieden. Zum Jahreswechsel zieht er Bilanz und blickt nach vorne.

Papenburg - BW Papenburg blickt zufrieden auf das Fußballjahr 2025 zurück. In der vergangenen Saison sicherten sich die Emsländer am letzten Spieltag mit einem Sieg über Firrel die Vizemeisterschaft, und nun geht die Mannschaft von Trainer Ralf Ammermann auch auf dem zweiten Platz in die Rückserie der Fußball-Landesliga.

Ralf Ammermann ist mit der aktuellen Situation absolut zufrieden.
Ralf Ammermann ist mit der aktuellen Situation absolut zufrieden.

Dabei ist es an der Tabellenspitze sehr eng. Tabellenführer Grün-Weiß Mühlen weist wie Blau-Weiß nach 16 Spielen 34 Punkte auf. Vorwärts Nordhorn auf Rang drei holte aus 17 Spielen ebenfalls 34 Punkte, und auch der SV Bevern (15 Spiele, 31 Punkte) und der BV Garrel (16 Spiele, 31 Punkte) reden im Titelkampf noch ein gewichtiges Wörtchen mit. „Es gibt nichts zu meckern, wir sind absolut zufrieden“, so Ralf Ammermann. „Wir sind oben mit dabei, sind punktgleich mit dem Ersten, und waren ja selbst auch schon Tabellenführer“, so der BW-Trainer, der sich über die gute Entwicklung seiner Mannschaft freut. Nach einer durch einige Ausfälle schwierigen Vorbereitung wurden die Neuzugänge schnell integriert. Als beispiellos bezeichnet Ammermann, wie schnell sich Innenverteidiger Luca Kaput, der aus der A-Jugend des BSV Kickers Emden kam, eingefunden hat. „Er hat fast jedes Spiel gemacht und dabei von der Erfahrung von Gerrit Thomes profitiert. Luca macht es sehr gut und hat die Lücke, die durch die Verletzung von Stijn Hensema entstanden ist, direkt geschlossen“, so Ammermann.

Zufrieden mit Neuzugängen

Ein Lob gibt es auch für den flexibel einsetzbaren Nick Kassmann, der von Germania Leer zu den Blau-Weißen wechselte. „Er hat überall gespielt, wo er gebraucht wurde, und da hat er seine Sache sehr gut gemacht“, so der BW-Coach. Keno Buß kam mit viel Vorschusslorbeeren von der SpVg Aurich nach Papenburg. Vom Angreifer wurden in erster Linie Tore erwartet, bislang traf Buß dreimal. „Wir spielen ein anderes System, da braucht es etwas Geduld. Keno ist fußballerisch aber sehr gut. Er macht die Bälle vorne fest und verteilt sie gut“, so Ammermann.

Ein Lob gibt es auch für Torwart Arne Berends. „Das Jahr in Strücklingen hat ihm sehr gut getan. Er hat sich gut entwickelt, allerdings hat er mit Frank Beekmann einen sehr starken Keeper vor sich und muss sich anstellen. Und mit Jabob Mülder aus der eigenen Jugend haben wir noch einen weiteren Torwart in der Warteschleife“, so Ammermann. Gut entwickelt hat sich auch Jörn Grosch aus der eigenen Jugend, dem Angreifer gelang mittlerweile sein erstes Tor in der Landesliga. Dazu kommt, dass sich auch Ole und Paul Marx, Wilko Docter und Malte Maas stetig weiterentwickeln.

Nachwuchsmann Luca Kaput (links) schaffte auf bravouröse Weise den Sprung ins Landesligateam.
Nachwuchsmann Luca Kaput (links) schaffte auf bravouröse Weise den Sprung ins Landesligateam.

Mit sechs Toren ist Maas hinter Ole Eucken (16 Treffer) zweitbester Torschütze der Blau-Weißen, und Paul Marx konnte den Abgang von Außenverteidiger Maik Müller vergessen machen. Prunkstück der Papenburger ist das Mittelfeld um Ole Eucken, Niklas Papen und Lukas Koets. „In Summe werden alle Spieler gebraucht, und wir versuchen sie auch stetig weiter zu entwickeln. Ab und zu ist das ein schmaler Grat, da ja auch die beste Mannschaft spielen muss. Ansonsten ist die Mannschaft sehr homogen und sehr ehrgeizig.

Blick geht zu Platz eins

Die große Geschlossenheit ist auch ein Grund, warum wir oben mitspielen“, so Ammermann. Die Ziele des Trainers für die Rückserie sind klar. „Wir wollen weiter um die Meisterschaft mitspielen. Wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können, wollen Spaß haben und den nächsten Schritt machen. Auch wenn es kein Muss ist, würden wir natürlich gerne Meister werden.“

Veränderungen im Kader gibt es nicht. Bei Stijn Hensema steht nach dessen schwerer Knieverletzung im Januar noch eine Abschlussuntersuchung an. Wenn es gut läuft, könnte der Innenverteidiger zum Ende der Saison noch einmal eingreifen. Malte Fokken, der beruflich und krankheitsbedingt in der Hinserie nicht so zum Zuge kam, kann in der Rückrunde wieder voll angreifen.

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