Ostrhauderfehn Handelskontor öffnete um 0.01 Uhr für Feuerwerksverkauf
Viele Kunden warteten kurz vor Mitternacht beim Handelskontor in Ostrhauderfehn auf den Verkaufsbeginn von Silvesterfeuerwerk. Auch Gäste aus den Niederlanden sorgten für volle Einkaufswagen.
Ostrhauderfehn - Viele Frühaufsteher im Kaufrausch versammelten sich am Sonntagabend, 28. Dezember 2025, um kurz Mitternacht vor dem Handelskontor in Ostrhauderfehn. Die Schlange an Menschen, die zu Silvester Feuerwerkskörper aller Art kaufen wollten, wurde von Minute zu Minute immer länger. Dick eingepackt wartete man auf den entscheidenden Moment: Um 0.01 Uhr am 29. Dezember öffnete Inhaber Jörg Kannegießer die Tür und ließ die frierenden Gäste in die Halle. Mit einem Einkaufswagen ausgestattet, begaben sich die Kunden sogleich zum „Knaller-Buffet“. Raketen, Böller, Batterien aller Art und Größe wurden von den Kunden begutachtet und schließlich in den Wagen gelegt. Nach dem Bezahlen der Ware an der Kasse gingen die Menschen, schwer bepackt mit vollen Einkaufstüten, freudestrahlend nach Hause.
Die ersten Käufer von Feuerwerk hatten sich bereits um 23.20 Uhr beim Handelskontor eingefunden. Begleitet von einem Erwachsenen hatten sich die Ramsloher Fabio (17 Jahre), Mats (17 Jahre) und Malte (14 Jahre) die „Pole-Position“ an der Eingangstür gesichert, durften als Erste die Halle betreten und sich am reichhaltigen Sortiment bedienen. Neben martialischen Namen wie „Killer Koyote“ oder „Photo Bomber“ hatte das Feuerwerk auch lustige Bezeichnungen wie „Kaputte Ampel“ oder „Biggest Momma“ zu bieten. „Wir werden zusammen wohl 200 bis 300 Euro ausgeben“, ließen die drei Ramsloher wissen. „Pyrotechnik macht viel Spaß, allein schon beim Zusehen. Auch Tradition ist mit dabei“, so die Ramsloher. Im Kaufrausch befand sich auch Jonas Bruns aus Idafehn. „Ich kaufe mir dieses Mal so viel Feuerwerk, wie reinpasst. 200 bis 300 Euro werden es schon sein“, erklärte Bruns. Er ist schon das vierte oder fünfte Jahr beim Feuerwerksverkauf im Handelskontor als Kunde mit dabei. „Einmal im Jahr die Tradition auszuleben und Feuerwerk abzubrennen, gehört einfach dazu. Es ist ein schönes Gefühl“, erklärte Bruns. Der Idafehner hatte es insbesondere auf Batterien und Raketen abgesehen. „Ich habe viele Geschwister, die gerne Feuerwerk schauen. Es ist schön, wenn so etwas akzeptiert wird“, betonte Jonas Bruns.
Großer Ansturm aus den Niederlanden
Um eine Minute nach Mitternacht durfte der Feuerwerksverkauf gestartet werden. „Wir werden jetzt bis 3 oder 4 Uhr morgens noch Feuerwerk verkaufen, dann eine Pause einlegen, um von 9 Uhr bis 18 Uhr mit dem Verkauf fortzufahren“, erklärte Jörg Kannegießer. Wer den Termin für den Erwerb von Feuerwerk verpasst hatte, für den ist das Handelskontor auch noch am 30. und 31. Dezember geöffnet. Aufgrund der im nächsten Jahr geänderten Gesetze in den Niederlanden, die das Abbrennen von Pyrotechnik durch Privatleute verbieten soll, rechnete Kannegießer in diesem Jahr ohnehin mit einem noch größeren Ansturm an Kunden aus dem Nachbarland. „Wir haben wahnsinnig viel Werbung in den Niederlanden für den Verkauf von Pyrotechnik gemacht. Ich gehe von 20 bis 30 Prozent mehr Umsatz aus“, so Kannegießer. Das teuerste Produkt im Verkauf war eine Batterie mit 25 Kilogramm Gewicht und einem Preis von 250 Euro. „Im Vorjahr hatten wir noch höherpreisige Produkte im Angebot, das Teuerste war eine Batterie für 280 Euro. In diesem Jahr haben wir unser Sortiment verändert, bieten weiterhin qualitativ gute Waren, aber zu günstigeren Preisen an“, erklärte Kannegießer.
Im April erfolgte der Einkauf der Ware bei einem speziellen Händler aus den Niederlanden. Die Ware wurde nach Lieferung in einem Bunker zwischengelagert, bis kürzlich die Auslieferung erfolgte. So kamen drei Container mit Feuerwerk für den Verkauf zusammen. Im Vorjahr wurde in etwa die gleiche Menge für den Verkauf angeboten. Bis auf wenige Restmengen wurde alles verkauft. „Allein der Vorverkauf ist in diesem Jahr sehr gut gelaufen. Viele Kunden haben sich im Vorfeld ihre Ware zusammenstellen lassen. Diese kann dann bequem abgeholt werden“, sagte Kannegießer. „Mit dem Verkauf von Batterien machen wir am meisten Umsatz. Hier gibt es die meiste Nachfrage. Danach kommen Raketen und Böller“, so Jörg Kannegießer.
Nicht nur am Handelskontor ist am Montag der Feuerwerksverkauf gestartet. Auch beim Kaufhaus Wreesmann in Ostrhauderfehn sowie bei der Firma Acrylinform im Gewerbegebiet in Rhaudermoor sicherten sich ab dem frühen Morgen viele Menschen ihre Feuerwerksartikel.