Hamburg „Das war furchtbar“: So geht „Bergdoktor“-Star Monika Baumgartner mit Tod um
Monika Baumgartner, unter anderem bekannt aus „Der Bergdoktor“, hat schon einige ihrer Schauspieler-Kollegen überlebt. Jetzt spricht sie darüber, warum sie oft über den Tod nachdenkt und wie sie mit dem Thema umgeht.
Seit etwa 18 Jahren ist Monika Baumgartner fester Bestandteil der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“. Als Elisabeth Gruber begeistert sie seit 2008 die Fans der spannenden Geschichten aus den Alpen. Kurz vor dem Beginn der 19. Staffel spricht die 74-Jährige nun in einem Interview mit „t-online“ über den Tod und ihren Umgang mit dem Thema, über das nur wenige offen sprechen wollen.
In der neuesten Folge von „Der Bergdoktor“ sagt die Rolle von Monika Baumgartner einen Satz, der auch das private Leben der Schauspielerin betrifft: „Man ist von jetzt auf gleich nicht mehr da“, sagt Elisbath, auch Lisbeth genannt, zu ihrem Sohn Martin Gruber, der in der Serie von Hans Sigl gespielt wird. Auch als Privatperson und Schauspielerin denkt sie oft über den Tod nach: „Ich werde nächstes Jahr 75. Da ist es logisch, dass man sich damit beschäftigt. Die Einschläge kommen näher“, so Baumgartner.
Viele ihrer Kollegen, mit denen sie jahrelang zusammengearbeitet hatte, seien inzwischen verstorben. Das mache einem bewusst, dass „man im letzten Teil des Lebens angekommen ist“, so die 74-Jährige zu „t-online“. Je älter man werde, desto mehr spüre man die eigene Endlichkeit. Außerdem erlitt die Schauspielerin vor kurzer Zeit auch einen privaten Schicksalsschlag.
Denn vor etwa zwei Monaten habe sie ihre Katze einschläfern lassen müssen, die sie über 15 Jahre hinweg begleitet hatte. „Das war furchtbar. Der Tod ist allgegenwärtig“, machte Baumgartner deutlich. Zwar wisse jeder, dass er sterben muss, doch ignoriere man es allzu oft. Baumgartner bewundere Menschen, „die so darüber reden können, als wäre es nichts.“ Sie selbst kenne jedoch nur wenige, denen das auch gelingt.
Ob es nach dem Tod noch irgendwie weitergeht, weiß Monika Baumgartner nicht. Manchmal glaube auch sie daran, halte es kurz darauf jedoch wieder für „Schmarrn“. Für sie gilt dennoch immer: „Ich glaube, man darf glauben, was einem hilft“.