Osnabrück  Sperrungen und Umleitungen: Das sind die nervigsten Baustellen im Jahr 2026

Anke Schneider
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Von Anke Schneider
| 11.01.2026 12:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Auch im Jahr 2026 gibt es in Osnabrück und Umgebung jede Menge Baustellen. Foto: David Ebener
Auch im Jahr 2026 gibt es in Osnabrück und Umgebung jede Menge Baustellen. Foto: David Ebener
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2026 wird für viele Verkehrsteilnehmer in Stadt und Landkreis Osnabrück zur Geduldsprobe: Zahlreiche Großbaustellen sorgen über Monate, teils Jahre, für Sperrungen und Umleitungen. Wir geben einen Überblick über die Baustellen, die den Verkehr besonders fordern werden.

Im Jahr 2026 werden an verschiedenen Stellen in der Stadt Osnabrück und dem Landkreis größere Baustellen in Angriff genommen, andere werden fortgeführt. Einige von ihnen werden von Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern Zeit und vor allem Geduld fordern. Wir haben die nervenaufreibendsten Baustellen für Sie zusammengefasst.

Ab Sommer 2026 wird die Mindener Straße in Osnabrück auf einem drei Kilometer langen Abschnitt ausgebaut. Der Ausbau geschieht in drei Bauabschnitten – von der Schellenbergstraße bis zur Straße Auf dem Winkel. Für den ersten Bauabschnitt wird die Straße 20 Monate lang voll gesperrt sein. Insgesamt soll die Sperrung an verschiedenen Stellen sieben Jahre dauern. Parallel erneuern die Stadtwerke die Leitungen im Untergrund.

Die Umleitungsstrecke, die für diese Zeit vorgesehen ist, ist abenteuerlich. Autofahrer werden während der Bauarbeiten über die Darumer und die Belmer Straße umgeleitet – ein Umweg von knapp acht Kilometern. Der Schwerlastverkehr wird über die A30 und A33, Abfahrt Lüstringen, geführt – und umgekehrt.

Ebenso nervenaufreibend dürfte die Umgestaltung des Neumarktes in Osnabrück werden. Die Arbeiten starten im November. Schon ab März werden im Untergrund Leitungen erneuert, im Umfeld des Neumarktes werden Vorkehrungen getroffen, um den Busverkehr reibungslos umleiten zu können. Dazu sind provisorische Bushaltestellen und Baustellenampeln nötig.

Im November 2026 starten die Hauptarbeiten, die in fünf Bauphasen eingeteilt sind. Zunächst wird der nördliche Teil umgebaut, dann der südliche Bereich vor dem Landgericht. Es folgen die Anschlüsse an die Große Straße, an die Wittekindstraße, die Johannisstraße und den Kollegienwall. Zwischenzeitlich wird der Zentrale Busbahnhof (Grüner Brink) gestaltet. Ziel ist es, den neuen Neumarkt zum Weihnachtsgeschäft 2029 fertigzustellen.

Seit August 2024 ist die Vehrter Landstraße bereits eine Baustelle. Hier werden auf einer Länge von fast zwei Kilometern zwischen der Einmündung zur Bramscher Straße/Hansastraße und der Kreuzung Haster Weg der Straßenbelag erneuert, Fuß- und Radwege angelegt, ein neues Kanalsystem und ein stärkeres Stromnetz gebaut. Auch hier gibt es Sperrungen. Avisiertes Bauzeitende aller Abschnitte ist der 31. Juli 2026.

Auf der B68 nahe Wallenhorst und Lechtingen (Autobahn-Anschluss und Bundesstraße) gibt es längerfristige Einschränkungen und Sperrungen aufgrund des Abrisses und des Neubaus der B68-Brücke mit Verkehrsbeschränkungen bis Herbst 2026. Diese betreffen den Verkehr zwischen Osnabrück und dem Umland und können zu längeren Verkehrsbehinderungen führen.

Im regionalen Baustellenprogramm der Niedersächsischen Landesbehörde ist die Fahrbahnerneuerung und Sanierung des Radwegs der B51 auf rund 3,3 Kilometern Länge zwischen Osnabrück und Georgsmarienhütte eines der größeren Projekte. Die Fahrbahn wird erneuert und die Radwege werden auf 2,5 Meter verbreitert, indem Fahrstreifen reduziert werden.

Der Kfz-Verkehr kann mit Einschränkungen weiterfließen. So wird für die Zeit der Bauarbeiten jeweils nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Zudem ist eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h im Baustellenbereich vorgesehen. Die Arbeiten begannen im Oktober 2025 mit einer Winterpause und sollen im Februar 2026 fortgesetzt werden. Ende ist voraussichtlich Herbst 2026.

Nerven kostet auch die Dauerbaustelle auf der Hannoverschen Straße, die seit 2024 den Verkehr ausbremst. Die Straße wird verbreitert und neue Radwege werden geschaffen, wobei es zu einspurigen Verkehrsführungen kommt. Der Ausbau läuft in Bauabschnitten, aktuell in dem Bereich zwischen Narupstraße und Am Huxmühlenbach. Dieser Abschnitt soll im Februar beendet sein, die Gesamtmaßnahme im Mai 2026.

Die Bramscher Straße ist eine wichtige Route für den Busverkehr in und um Osnabrück. Dazu gehören mehrere Landkreisverbindungen in die nördlichen Kommunen. Sie wird auf einer Länge von 1,4 Kilometern umgestaltet. Die Gehwege werden breiter als bisher und es sollen neue Bäume gepflanzt werden. Die Fahrbahn hingegen wird nur noch 6,50 Meter breit sein. Das reicht aus, damit sich Busse begegnen können. Fahrradwege gibt es nicht.

In Hasbergen gehören die Baumaßnahme und die damit verbundene Vollsperrung der Ortsdurchfahrt schon zum Alltag. Seit Jahren werden die Tecklenburger Straße einschließlich Regen- und Schmutzwasserkanal saniert und ein neuer Kreisverkehr wird gebaut. Nach der Winterpause soll der Bau ab Februar 2026 fortgesetzt werden und bis Ende Sommer 2026 abgeschlossen sein.

Auch auf den Autobahnen wird gebaut. Der sechsspurige Ausbau der A1 führt dabei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, da Brücken neu gebaut werden müssen, was wiederholte Vollsperrungen wie aktuell zwischen Lengerich/Ladbergen (noch bis Mai 2026) verursacht. Es kommt immer wieder zu Staus. 

Nahezu täglich sorgt auch die Baustelle auf der A33 für Staus. Sie wird bis ins Frühjahr 2028 zwischen der Anschlussstelle Harderberg und dem Parkplatz Teutoburger Wald auf einer Länge von etwa 7,5 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen von Grund auf saniert. Das bedeutet: Die alte Fahrbahn wird in einer Tiefe von mehr als 30 Zentimetern ausgebaut und in drei Schichten erneuert. In diesem Zuge sollen auch die Brücke an der Holsterstraße neu gebaut und eine Lärmschutzwand ersetzt werden.

Auch auf der A30 wird gearbeitet. In acht Abschnitten soll die Autobahn zwischen Rheine und dem Autobahnkreuz Lotte grundsaniert werden. Auch das führt zu erheblichen Behinderungen. Aktuell wird bei Rheine-Kanalhafen auf einer Länge von gut fünf Kilometern gebaut und bei Ibbenbüren auf einer Länge von 2,2 Kilometern. Der Verkehr läuft hier jeweils über eine Fahrbahnseite. In Rheine sollen die Arbeiten im Mai beendet werden, in Ibbenbüren Anfang August. Ein Ende der gesamten Baumaßnahme ist bisher nicht abzusehen.

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