Kopenhagen US-Invasion auf Grönland? Warum dänische Soldaten „erst schießen, dann Fragen stellen“
US-Präsident Trump hat Dänemark erneut mit einer militärischen Invasion Grönlands gedroht. Der Nato-Partner geht nun in die Offensive und bekräftigt: Dänemark ist nicht bereit, Grönland den USA kampflos zu überlassen.
In einer Phase massiver diplomatischer Spannungen zwischen den USA und dem Königreich Dänemark hat die dänische Regierung ihre militärischen Einsatzregeln für Grönland bekräftigt. Angesichts wiederholter Drohungen aus Washington, das arktische Territorium notfalls auch gegen den Willen Kopenhagens zu übernehmen, wurden dänische Truppen daran erinnert, im Falle einer Invasion unmittelbar militärisch zu reagieren.
Wie britische Medien übereinstimmend berichten, gilt für dänische Soldaten in Grönland die Maxime, bei einem unprovozierten Angriff sofort das Feuer zu eröffnen und „erst später Fragen zu stellen“. Das bekräftigte das dänische Verteidigungsministerium in einer öffentlichen Erklärung. Diese Anweisung basiert auf dänischen Gesetzen aus der Nachkriegszeit, die von den Streitkräften verlangen, eine Invasion des Staatsgebiets ohne Abwarten weiterer Befehle sofort abzuwehren.
Experten sehen in dieser klaren Kommunikation den Versuch, jegliche Zweifel an der dänischen Verteidigungsbereitschaft auszuräumen. Der Journalist Ask Rostrup vom dänischen Sender TV2 merkte dazu an, dass Premierministerin Mette Frederiksen die Idee einer US-Übernahme früher schlicht als absurd abgetan hätte, die aktuelle Eskalation der Rhetorik sie nun jedoch zwinge, solche Szenarien ernsthaft in Betracht zu ziehen.