Osnabrück Beenden die Artland Dragons ihr Mini-Tief im Heimspiel gegen Bochum?
Der Winter hat Stadt und Landkreis fest im Griff. Wie gut, dass vier der sechs höchstklassigen Hallensport-Teams der Region Osnabrück an diesem Wochenende in heimischen Hallen gefordert sind. Die Girolive-Panthers müssen dabei allerdings auf die nächste Leistungsträgerin verzichten, während die Artland Dragons die kleine Negativ-Serie stoppen wollen. Die Hallensport-Highlights am Wochenende.
Das erste Wochenendes des Jahres mit vollem Programm unter dem Hallendach bietet viele Möglichkeiten für Fans und Interessierte, denn gleich vier Spiele finden in den Sporthallen der Region statt. Die härtesten Aufgaben haben dabei die Basketballerinnen der Girolive-Panthers und die Handballer des TV Bissendorf-Holte. Die Highlights im Überblick.
Die Situation der Girolive-Panthers bleibt angespannt: Die drittplatzierten Osnabrücker Bundesliga-Basketballerinnen gehen mit personellen Problemen in das Topspiel gegen die zweitplatzierten Saarlouis Royals. Nachdem der langfristige Ausfall von Topscorerin Kristen Spolyar und die Vertragsauflösung mit Stina Almqvist durch drei Neuverpflichtungen aufgefangen wurde, verletzte sich Centerin Brianna Rollerson am vergangenen Wochenende im Rahmen der Pokalniederlage in Keltern (70:84) am Fuß und fällt Sonntag aus.
Panthers-Trainer Sasa Cuic war dennoch zufrieden mit dem Auftritt beim Spitzenteam: „Ich bin sehr stolz, wie gut das Team mitgehalten hat.“ Gegen die zweitplatzierten Royals wird die Aufgabe allerdings nicht leichter. Das erste Aufeinandertreffen Anfang Oktober gewannen die Saarländerinnen knapp mit 70:65. „Da hatten sie aber auch sehr viel Glück“, sagt Cuic, für dessen Team es Sonntag vor allem darum geht, Topspielerin Martha Burse zu stoppen. Ein Wiedersehen gibt es derweil mit der Ex-Panthers-Spielerin Emma Eichmeyer, die zu den Leistungsträgerinnen der Royals gehört.
Rundum zufrieden mit der ersten Saisonhälfte sind die Zweitliga-Basketballer der Artland Dragons. Zuletzt gab es allerdings zum ersten Mal in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge gegen Crailsheim (85:93) und in Karlsruhe (80:82). Dieses Mini-Tief wollen die in der ProA fünftplatzierten Drachen gegen die neuntplatzierten VfL SparkassenStars Bochum in eigener Halle beenden. „In Karlsruhe haben wir mit angezogener Handbremse gespielt. Wir waren nicht so selbstbewusst, wie ich mir das gewünscht habe. Wenn wir in das Spiel am Samstag mit einer anderen Einstellung gehen, bin ich mir sicher, dass wir auch wieder besser treffen werden“, betont Trainer Hendrik Gruhn. Auch die Gäste kassierten zuletzt zwei Niederlagen in Folge.
Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück gehen gut erholt ins erste Pflichtspiel der neuen Saison und wollen im Heimspiel gegen die TUSA City Girls Düsseldorf den guten Eindruck der letzten Wochen vor dem Jahreswechsel bestätigen. Vier Heimsiege in Serie sorgen für viel Selbstvertrauen bei den VCO-Frauen. „Es wird ein sehr knappes Spiel. Wir haben allerdings ein Heimspiel, was uns zuletzt sehr geholfen hat. Da sehen wir nie schlecht aus“, freut sich Leistungsträgerin Lisanne Masselink auf die Premiere in 2026.
Zum Auftakt ins neue Pflichtspieljahr haben die Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte ein dickes Brett zu bohren: Zu Gast ist der aktuelle Tabellenvierte OHV Aurich. „Das Hinspiel haben wir deutlich verloren, das ist noch im Hinterkopf. Gerade deshalb wollen wir zu Beginn des Jahres 2026 ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Trainer Timon Döring mit Blick auf das 24:31 in Aurich im ersten Saisonspiel. „Für uns geht es darum, gut hereinzukommen, uns ein positives Gefühl für die kommenden, richtungsweisenden Spiele im Kampf um den Klassenerhalt zu holen und Aurich so lange wie möglich zu ärgern. Dafür brauchen wir über 60 Minuten eine leidenschaftliche und kämpferische Leistung, bei der jeder an seine Grenzen geht“, ergänzt Döring.
Klar favorisiert reisen die Zweitliga-Basketballerinnen des BBC Osnabrück zum sieglosen Schlusslicht Hürther BC. Damit das potenziell sehr winterliche Wetter kein Problem wird, tritt das Team die über 200 Kilometer lange Fahrt schon früh an. Allerdings sind die Black Bulls nicht komplett und die Gastgeberinnen treten mit Rückkehrerinnen an. „Die ganze Mannschaft freut sich auf die Rückrunde. Es wird wichtig sein, Hürth in eigener Halle nicht zu unterschätzen“, warnt BBC-Trainer Radion Gross.
Auch die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf blicken aktuell gebannt auf die Wetterlage vor dem Auswärtsspiel beim Brühler TV. Im Gegensatz zum Hinspiel, das der VfL in heimischer Halle trotz Favoritenrolle verlor. „Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Dieses Mal sind wir nicht der Favorit. Dieses Mal wollen wir sie ärgern“, sagt Trainer Ewald Derksen, der sein Amt zum Saisonende niederlegen wird.