Osnabrück  Scheitern ist menschlich – auch bei den Vorsätzen für 2026

Thomas Herzberg
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Von Thomas Herzberg
| 12.01.2026 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Thomas Herzberg, Pastor der evangelisch-lutherischen Emmaus-Gemeinde in Osnabrück, hat den Impuls „Der gute Start“ für die neue Woche geschrieben. Foto: Michael Gründel, Gemini
Thomas Herzberg, Pastor der evangelisch-lutherischen Emmaus-Gemeinde in Osnabrück, hat den Impuls „Der gute Start“ für die neue Woche geschrieben. Foto: Michael Gründel, Gemini
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Der Montag muss nicht grau sein. In unserer neuen Kolumne „Der gute Start“ finden Sie künftig jeden Montag einen kurzen Impuls, der Mut macht, zum Nachdenken anregt oder einfach für ein Lächeln sorgt. Geschrieben von Menschen aus unserer Region für die Menschen in unserer Region.

Und … wie sieht es bei Ihnen mit den Vorsätzen für das neue Jahr aus? Wenn Sie noch dabei sind, Respekt! Denn viele halten nicht so lange durch!

Ich zum Beispiel. Morgens wieder spazieren gehen stand auf meinem Programm. Aber hätte ich ahnen können, dass Anfang des Jahres Schnee fällt …? Wenn Sie also schon „gescheitert“ sind: Sie sind nicht allein.

Und auch wenn es enttäuschend ist, dieses Scheitern ist nur menschlich. Denn auch wenn sich die Jahreszahl über Nacht erneuert hat, so bleiben wir dieselben. Und das ist gut so! Natürlich nervt es hin und wieder, dass wir uns selbst herumschleppen müssen. Aber zugleich ist es sehr entlastend für uns, dass wir nicht jedes Jahr bei null beginnen müssen. Denn das würden wir nicht aushalten!

Dafür ist es aber gut zu wissen, dass Gott neu anfangen kann, denn bei Gott wird einmal alles anders werden. Neu. Bei ihm werden die Tränen abgewischt und der Tod wird nicht mehr sein und Schmerz und Geschrei werden enden. Bei ihm. In seiner Zukunft. Da werden wir andere sein. Und auch die Welt wird eine andere sein. Daran erinnert uns die diesjährige Jahreslosung, wo Gott sagt: „Siehe, ich mache alles neu!“

Ihre Worte begleiten uns durch das ganze Jahr 2026. Ihre Worte können uns Kraft und Hoffnung schenken und den Mut, mal was anders zu machen und Neues zu wagen. Und sei es auch nur ab und zu ein Lächeln mehr für meine Mitmenschen. Auch für die Nervigen. Thomas Herzberg, Pastor der evangelisch-lutherischen Emmaus-Gemeinde in Osnabrück

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