Osnabrück  Ex-VfLer Omar Traoré: Zum Jahreswechsel in Osnabrück – nun mit Heidenheim zum Klassenerhalt?

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 10.01.2026 07:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kämpft mit Heidenheim um den Klassenerhalt in der Bundesliga: Omar Traoré, Ex-Profi des VfL Osnabrück (hier gegen den FC Bayern und Alphonso Davies). Foto: imago/kolbert-press
Kämpft mit Heidenheim um den Klassenerhalt in der Bundesliga: Omar Traoré, Ex-Profi des VfL Osnabrück (hier gegen den FC Bayern und Alphonso Davies). Foto: imago/kolbert-press
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Bundesliga-Profi Omar Traoré stattete während der Winterpause seiner Heimatstadt Osnabrück einen Besuch ab. So schätzt er die Aussichten bei seinem alten Verein, dem VfL, sowie bei seinem aktuellen Club, dem 1. FC Heidenheim, ein.

Nur drei Wochen war die Winterpause in der Bundesliga lang. An diesem Wochenende geht es in der Fußball-Eliteklasse Deutschlands wieder weiter, auch für den 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln und Omar Traoré. Der gebürtige Osnabrücker und ehemalige VfLer hatte sich vor dem Jahreswechsel dennoch Zeit genommen für einen Trip in die Heimat – und einen Besuch beim Finaltag des Addi-Vetter-Cup.

Dort spielten ein paar ehemalige Mitspieler wie Sercan Cam und Fabio Lopes (beide VfR Voxtrup) oder Schulkollegen wie Mathis Lindenborn (RW Sutthausen) unter den Augen des inzwischen etablierten Bundesliga-Profis. „Es ist immer schön für mich hier zu sein, alte Bekannte zu sehen und ein paar Spieler, mit denen ich früher zusammen gespielt habe“, erklärte Traoré, der seiner Heimatstadt in der wenigen freien Zeit grundsätzlich gern einen Besuch abstattet – auch wenn die eigene sportliche Lage nicht einfach ist.

Mit den Heidenheimern geht es erwartungsgemäß auch in dieser Spielzeit nur um den Klassenerhalt, das weiß auch der 27-jährige Rechtsverteidiger. „Es war klar, dass es keine einfache Saison werden würde. Wir haben gute Spieler verloren im Sommer, zum Beispiel Leo Scienza, der uns offensiv sehr gut getan hat“, sagt Traoré. Die Mannschaft von Trainer-Urgestein Frank Schmidt steht mit elf Punkten nach 15 Spielen auf Rang 17, hat aber noch alle Chancen auf den Klassenerhalt.

„Es sind mehrere Mannschaften, die um den Abstieg spielen. Es kann schnell gehen und dann sieht es wieder ganz anders aus, das hat man in dieser Saison zum Beispiel bei Gladbach gesehen“, sagt Traoré und wagt eine Prognose: „Es wird spannend bis zum Ende, wir haben nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und alles ist drin.“

Der Klassenerhalt ist auch im dritten Bundesliga-Jahr das klare Ziel des kleinsten Clubs der Liga. Vor der Winterpause setzte es noch eine 0:4-Niederlage gegen den Rekordmeister aus München für Heidenheim und Traoré, der nach seinem Wechsel vom VfL Osnabrück in den Südwesten inzwischen 76 Bundesliga-Einsätze gesammelt hat und auch in diesem Jahr in allen 15 Partien zum Einsatz kam.

„Es ist immer noch etwas Besonderes“, sagt Traoré über das Leben als Bundesliga-Profi. „Es war immer ein Traum, den man als kleiner Junge hatte, und das bleibt so, auch wenn die Ambitionen steigen. Ich freue mich weiter auf jedes Spiel.“

Mit zumindest einem halben Auge blickt der Osnabrücker 90+6-Aufstiegsheld natürlich dennoch weiter auf den VfL. „Ich schaffe es leider nicht, so viele Spiele zu sehen, aber ich verfolge natürlich die Ergebnisse“, sagt er. „Es war ein Neuanfang dieses Jahr – mal wieder. Dass die Mannschaft so stabil ist, spricht für den Trainer und für Joe Enochs, der alles zusammenbasteln musste. Man kann mit der Hinrunde zufrieden sein und ich bin guter Dinge, dass man da jetzt ansetzen kann“, erklärt Traoré. Worte, die man in seiner Heimatstadt gerne vernehmen dürfte.

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