Osnabrück  Wilde Verfolgungsjagd in Osnabrück endet in Bad Essen – und in U-Haft

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 11.01.2026 08:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der Nacht zu Freitag hat die Polizei Osnabrück zwei Männer nach einer wilden Verfolgungsjagd von Osnabrück bis nach Bad Essen festgenommen. Foto: Polizei Osnabrück
In der Nacht zu Freitag hat die Polizei Osnabrück zwei Männer nach einer wilden Verfolgungsjagd von Osnabrück bis nach Bad Essen festgenommen. Foto: Polizei Osnabrück
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Mit bis zu 120 km/h innerorts ist am Wochenende ein 35-Jähriger mit einem weißen Transporter vor der Polizei geflohen – von Osnabrück bis nach Bad Essen.

In der Nacht zu Freitag hat die Polizei Osnabrück zwei Männer nach einer wilden Verfolgungsjagd von Osnabrück bis nach Bad Essen festgenommen.

Gegen 0.30 Uhr war Streifenbeamten auf dem Haster Weg in Osnabrück ein entgegenkommender weißer Transporter aufgefallen. An der Bremer Straße wollten sie ihn stoppen, doch der Fahrer habe die Zeichen der Polizei schlichtweg missachtet und Gas gegeben, teilte die Polizei mit.

Die Polizei verfolgte den Transporter über Wissingen, Westerhausen und Oldendorf bis nach Bad Essen. Mehrere Streifenwagen waren an der Verfolgungsjagd beteiligt.

Der Transporterfahrer überfuhr der Polizei zufolge mehrere rote Ampeln und war innerorts bis zu 120 km/h schnell – trotz der winterlichen Straßenverhältnisse.

Im Bad Essener Ortsteil Esseneberberg endete die Fahrt. Dort bog der Fahrer auf das Firmengelände einer Biogasanlage ein, verlor die Kontrolle über seinen Wagen und krachte in einen Metallzaun. 

Der Fahrer rannte anschließend davon. Ohne Erfolg: Kurz danach fasste ihn die Polizei. Sein 31-jähriger Mitfahrer war im Transporter geblieben

In dem Wagen fanden die Beamten eine Erklärung für den Fluchtversuch. Genauer: viele Erklärungen: 50 Gramm Kokain, etwa 20 Gramm Amphetamin, mehr als 100 Ecstasy-Tabletten, circa 50 Gramm Haschisch, rund 300 Gramm Marihuana – und einen Baseballschläger. Drogen und Schläger ordnet die Polizei dem Fahrer zu.

Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Drogenhandels in nicht geringer Menge unter Mitführen einer Waffe ermittelt. Ferner werden ihm unter anderem Steuerhinterziehung (unverzollte Zigaretten), Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Fahren unter Alkoholeinfluss vorgeworfen. 

Der 35-Jährige ist der Polizei zufolge bereits einschlägig vorbestraft und stand zum Tatzeitpunkt unter Bewährung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Der Mann wurde eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Bei der angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 35-Jährigen fand die Polizei zwei sogenannte Grow-Zelte mit einem Dutzend Marihuana-Pflanzen sowie digitale Datenträger. Die Polizei beschlagnahmte die Funde.

Für den Anbau der Pflanzen leitete die Polizei ein separates Ermittlungsverfahren ein, das durch die zuständigen Behörden in Nordrhein-Westfalen bearbeitet wird.

Jetzt noch zum 31-Jährige Beifahrer: Dieser hatte eine geringe Menge Kokain dabei. Die Durchsuchung seiner Wohnung verlief ohne Ergebnis. Daher wurde er am Freitagmittag aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

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