Osnabrück/Aachen Tickets, Wetter, Jubiläum: Was den VfL Osnabrück und seine Fans in Aachen erwartet
Zum Rückrundenstart in der 3. Liga reist der VfL Osnabrück am Samstag (Anstoß: 16.30 Uhr) zu Alemannia Aachen. Alle Informationen zu Tickets, dem Stadion und dem Drumherum.
In den bisherigen neun Pflichtspielen in dieser Saison kamen im Schnitt 21.442 Zuschauer zu den Spielen der Alemannia. Mit etwa 20.000 Menschen kann auch am Samstag am Tivoli gerechnet werden. Noch gibt es allerdings Karten für fast alle Stadionbereiche. Für den Gästebereich wurden bislang rund 2300 Tickets verkauft – auch hier gibt es noch Möglichkeiten, sowohl im Aachener Onlineshop als auch voraussichtlich an der Tageskasse. Im Stehplatzbereich kosten die Karten für VfL-Fans 15 Euro (Vollzahler), im Sitzplatzbereich direkt daneben sind noch rund 450 Tickets zum Preis von 25 Euro (Vollzahler) verfügbar. Insgesamt wäre Platz für etwas mehr als 3000 Lila-Weiße. Übrigens: Für Osnabrücker Anhänger ist ein Entlastungszug ab Osnabrück eingerichtet, der um 11 Uhr am Hauptbahnhof abfährt (Ankunft 14.10 Uhr), um 19.45 Uhr in Aachen abfährt und um 22.58 Uhr zurück sein soll. Für die Fahrt können die regulären Nahverkehrstickets genutzt werden.
Nach den doch sehr frostigen Temperaturen am vergangenen Wochenende sieht es für den Restart in der 3. Liga deutschlandweit deutlich angenehmer aus. Für den Samstagnachmittag werden in Aachen neun Grad Celsius bei bedecktem Himmel mit einer vergleichsweise kleinen Regenwahrscheinlichkeit und ohne größeres Windaufkommen prognostiziert. Gutes Fußballwetter zum Jahresstart.
Der Aachener Tivoli war in früheren Zeiten ein Symbol des traditionellen Fußballs – eine Spielstätte mit rauem Charme vergangener Tage und einer Atmosphäre, die den Verein in den 2000er Jahren in ungeahnte Höhen trug. Nach langem Hin und Her wurde in der Nähe des alten Stadions ab 2008 eine neue Arena gebaut, die für die gewachsenen Bundesliga-Ansprüche des Vereins taugen sollte, der zu diesem Zeitpunkt aber bereits in die Zweitklassigkeit abgestiegen war – und bis heute nicht dorthin zurückkehrte.
Denn die 50 Millionen Euro teure und 32.960 Zuschauer (davon 11.681 Stehplätze) fassende moderne Arena, die von Architekt Stefan Nixdorf aus Ibbenbüren geplant und im August 2009 eröffnet wurde, überstieg im Bau und Unterhalt die finanziellen Kapazitäten der sportlich enttäuschenden Alemannia. Zwei Insolvenzverfahren und zwei Abstiege musste sie durchstehen, bis die Stadt Aachen das Stadion im Januar 2015 zum symbolischen Betrag von einem Euro vom damaligen Regionalligisten kaufte. Seither zahlt der Club eine Pacht an die Stadt: Seit dem Aufstieg in die 3. Liga beträgt sie 300.000 Euro pro Jahr.
Übrigens: Auch in Aachen beteiligten sich, wie in Osnabrück, Fans an der Ausgestaltung des neuen Stadions. So hat man sich der Akustik wegen absichtlich für ein möglichst niedriges Dach entschieden. Auch auf die Nähe der Tribünen zum Spielfeld wurde geachtet und das Minimum ermöglicht: Je 7,5 Meter hinter den Toren und je sechs Meter an beiden Seitenlinien. Auch in Osnabrück sollen ebendiese Abstände an der sanierten Bremer Brücke gelten. VfL-Fans können in Aachen somit schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf ihr neues Stadion bekommen.
Das Spiel gegen den VfL ist für die Alemannia ein Jubiläumsspiel: Der Verein feiert am Wochenende sein 125-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der TSV am 16. Dezember 1901. Eröffnet wird der Spieltag deshalb mit einem ökumenischen Gottesdienst im Aachener Dom, bevor danach ein gemeinsamer Fanmarsch zum Stadion beginnt. Abgerundet werden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer großen Choreografie zu Beginn des Spiels. Während der 90 Minuten dann wird der VfL wiederum versuchen, den Aachenern die Party zu versauen.