Osnabrück Pure Erleichterung: VC Osnabrück feiert überzeugenden und wichtigen Sieg gegen Schwerin II
Großer Jubel bei den Volleyballerinnen des VC Osnabrück: Auf dem Weg zum Klassenerhalt feierten die Aufsteigerinnen einen wichtigen Heimsieg und kletterten in der Zweitliga-Tabelle. Auch die Basketballer der Artland Dragons und die Basketballerinnen des BBC hatten Grund zum Jubeln, die Handballer des TV Bissendorf-Holte und die Basketballerinnen der Girolive-Panthers mussten jedoch Niederlagen hinnehmen.
Eine deutliche Pleite für die Girolive-Panthers, ein Comeback-Sieg des BBC, wichtige Punkte für die Volleyballerinnen des VC Osnabrück, ein defensiver Arbeitssieg für die Basketballer der Artland Dragons und ein bitterer Abend für die Handballer des TV Bissendorf-Holte: Das Hallensport-Wochenende bot für die Teams aus der Region die ganze emotionale Bandbreite. So liefen die Spiele.
Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben am Samstagabend in der gut gefüllten Schlosswallhalle einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Nach verlorenem ersten Satz drehte der VCO die Partie gegen den Tabellensechsten Schweriner SC II und gewann mit 3:1 (22:25, 25:20, 25:18, 25:18). Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Matchball. Mit nun fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge setzten sich die VCO-Frauen vorübergehend auf Rang sieben der 2. Liga Nord ab.
Dabei hatte das Spiel zunächst einen schwierigen Verlauf genommen. Zwar startete der VCO druckvoll und führte früh, doch Schwerin kämpfte sich zurück und entschied den ersten Durchgang noch für sich. „Wir sind heute mit Gänsehautfeeling ins Spiel gegangen, weil wir wussten, dass es ein wichtiges und kein einfaches Spiel wird“, erklärte MVP Lisa Lammers. Im zweiten Satz fanden die Gastgeberinnen dann die richtige Mischung aus Aufschlagdruck, variablem Angriffsspiel und stabiler Blockarbeit. Über Lotta Lorenz, Jolina Tönsing und Kapitänin Lisanne Masselink gelang der Satzausgleich, auch dank frischer Impulse von der Bank.
In der Folge hatte der VCO die Partie fest im Griff. Vor allem starke Aufschläge und sehenswerte Blockpunkte brachten die Schlosswallhalle zum Kochen und ließen den Gästen kaum noch Luft zum Atmen. Trainer Philippe Quistorff war entsprechend gestimmt: „Ich bin begeistert von der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Wir waren flexibel und haben viel Disziplin gezeigt.“ Mit zwei souveränen 25:18-Satzgewinnen machte der VCO den Heimsieg perfekt und krönte einen gelungenen Hallensport-Abend. Am kommenden Wochenende wartet nun ein Doppelspieltag mit zwei Auswärtsspielen in Münster.
Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte im wichtigen Kellerduell beim TSV Anderten: Mit 31:38 (14:21) verlor das Team in Hannover und rutschte in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab.
Der TVBH kam nicht gut in die Partie. Bis zum 7:8 war das Spiel offen, dann zog Anderten jedoch mit vier Toren in Folge auf 12:7 davon. Bis zur Pause erhöhten die Gastgeber den Vorsprung sogar auf sieben Treffer. „Am Anfang war es zwar noch relativ eng, wir haben defensiv aber nur wenig Zugriff und zu viele einfache Tore bekommen. Vorne haben wir zu viele Fehler gemacht, sodass die Hypothek zur Halbzeit schon sehr hoch war“, resümierte Trainer Timon Döring die ersten 30 Minuten.
In der zweiten Halbzeit kamen die Bissendorfer zwar noch einmal auf vier Tore heran, zum Sieg reichte es aber nicht mehr. „Wir waren von der Stimmung und von der Körpersprache her nicht da. Anderten hat verdient gewonnen. Wir müssen jetzt den Kopf hochkriegen und weiter arbeiten“, ergänzte Döring, dessen Team am kommenden Samstag den VfL Fredenbeck empfängt.
Bereits am Donnerstag haben die Artland Dragons einen wichtigen Sieg in der ProA gefeiert. Bei den Gießen 46ers gewannen die Quakenbrücker mit 87:79 (44:40) und festigten damit den fünften Platz. Es war im 18. Saisonspiel der zwölfte Sieg, außerdem beträgt der Vorsprung auf Gießen als Neunter nun drei Erfolge und die Drachen haben den direkten Vergleich.
Anders als in den meisten Partien zuvor ebnete diesmal die Defensive den Dragons den Weg. „Ich glaube das war heute defensiv unsere beste Saisonleistung. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut als Team verteidigt und gut rotiert. Es freut mich, dass wir endlich ein Spiel durch unsere Defensivarbeit entscheiden konnten“, sagte Trainer Hendrik Gruhn. Sein Team hatte sich immer wieder etwas abgesetzt, doch Gießen blieb trotz unterirdischer Dreierquote (2/22) lange dran. Die bessere Mannschaft waren aber die Dragons, die im Angriff mal wieder von Ben Burnham getragen wurden. Mit 31 Punkten und elf Rebounds war er der unumstrittene Mann des Tages. Zweistellig punkteten außerdem Amir Hinton (19, davon zwölf von der Freiwurflinie) sowie Youngster Fynn Lastring (13), dessen Formkurve steil nach oben zeigt.
Nichts zu holen gab es für die Bundesliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers im Auswärtsspiel bei Alba Berlin. Trotz eines guten Starts verloren die Osnabrückerinnen am Ende deutlich mit 53:73 (26:25) in der Hauptstadt. In der Tabelle bleiben die OSC-Frauen mit neun Siegen und sechs Niederlagen auf dem dritten Platz. Hannover (9:6) und Berlin (8:7) verkürzten den Rückstand jedoch.
Panthers-Trainer Sasa Cuic hatte angesichts der Verletzungsprobleme die defensive Identität für den weiteren Saisonverlauf in den Fokus gerückt und wurde in der Hauptstadt vor allem zu Spielbeginn nicht enttäuscht. Denn die OSC-Frauen starteten stark in die Partie und ließen bis kurz vor Ende des ersten Viertels nur vier Punkte der Berlinerinnen zu. Mit einem 15:7-Vorsprung ging es in die erste Pause. Das zweite Viertel entschied mit 18:11 an Alba für sich, die Panthers retteten jedoch eine 26:25-Führung in die Kabine.
Nach der Pause ging Alba erstmals seit dem zweiten Viertel wieder in Führung – und zog dann davon. Die Panthers gingen fahrlässig mit ihren Angriffen um, die Defense der Berlinerinnen packte aggressiver zu. Ein 11:0-Lauf der Gastgeberinnen brachte Alba deutlich in Front. Das dritte Viertel verloren die OSC-Frauen mit 10:25 und gingen mit einem 36:50-Rückstand in den letzten Durchgang. Dort lief es zwar offensiv wieder besser, ein Comeback war allerdings nicht mehr drin. Beste Werferin der OSC-Frauen war Taylor Valladay (11 Punkte).
Nach dem Spiel übte Cuic deutliche Kritik am Schiedsrichtergespann: „Hier hätte heute keiner gewinnen können. Was die Schiedsrichter Alba haben durchgehen lassen und uns nicht, war eine komplette Katastrophe. Das ist der Grund, warum Alba zuhause 6:2 steht und auswärts 0:5. Aber das ist in Berlin immer so. Die Schuld liegt bei uns, wir haben uns nicht gut genug vorbereitet.“ Trotzdem nahm er Positives mit: „Wir haben wieder ein Spiel mehr zusammen. Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen. Wir freuen uns jetzt auf die nächsten Spiele.“ Denn nun stehen erstmal zwei Heimspiele in Folge für die Panthers gegen den MBC (25.01.) und die TK Hannover Luchse (01.02.) auf dem Programm.
Die Zweitliga-Basketballerinnen des BBC Osnabrück haben ihr Heimspiel gegen die New Baskets Oberhausen deutlich mit 68:52 (30:33) gewonnen, den vierten Sieg in Serie eingefahren und den dritten Platz weiter gefestigt. Annemarie Potratz-Bramscher (20 Punkte), Melina Hagenhoff (16 Punkte, 5 Rebounds) waren dabei die besten Scorerinnen der Black Bulls.
Die BBC-Frauen starteten schwach in die Partie und verloren das erste Viertel überraschend deutlich mit 12:20. Anschließend ging es aber deutlich bergauf: Der zweite Durchgang ging mit 18:13, der dritte mit 16:8 an die Black Bulls. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns bei den Rebounds deutlich verbessert. Das war mit ein Grund für die Steigerung“, erklärte BBC-Trainer Radion Gross. Im dritten Viertel übernahmen die Gastgeberinnen die Führung und bauten den Vorsprung auch im Schlussabschnitt sukzessive aus. „Das war am Ende ein Erfolg der Defense“, freute sich Gross. Am kommenden Sonntag gastieren die VfL SparkassenStars Bochum in der Schlosswallhalle.