Osnabrück Hallensport-Highlights: Wie wild wird es diesmal zwischen den Artland Dragons und Nürnberg?
Für die klassenhöchsten Hallensport-Teams im Raum Osnabrück gibt es viel zu tun. Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück und die Volleyballerinnen des VCO spielen gleich zweimal. Die Girolive Panthers und die Artland Dragons sind in Heimspielen gefordert.
Im hochklassigen Basketball feiern die Artland Dragons nach einem spektakulären Hinspiel ein Wiedersehen mit den Nürnberg Falcons. Auch die Girolive Panthers und der BBC Osnabrück spielen daheim. Die Volleyballteams VC Osnabrück und VfL Lintorf gastieren auswärts – der VCO gleich zweimal innerhalb von 25 Stunden in Münster. Und die Handballer des TV Bissendorf-Holte wollen im ersten Heimspiel des Jahres anders auftreten als zuletzt. Die Hallensport-Highlights am Wochenende.
Nach der Niederlage bei Alba Berlin wollen die drittplatzierten Basketballerinnen der Girolive Panthers in zwei Heimspielen nacheinander an den jüngsten Erstliga-Heimsieg anknüpfen. Am Sonntagnachmittag reist zunächst das sechstplatzierte Team Syntainics MBC aus Halle an, am 1. Februar geht es dann gegen TK Hannover.
Das Hinspiel gegen Halle gewannen die Osnabrückerinnen knapp mit 81:79. Nach einigen Niederlagen zum Saisonstart hat MBC zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert. „Das ist ein schwieriger Gegner, der jetzt einen guten Rhythmus gefunden hat. Wir wollen die zwei Punkte zu Hause behalten und unseren Fans im zweiten Heimspiel eine gute Qualität anbieten“, sagt Panthers-Coach Sasa Cuic und bezieht sich dabei auf den 11. Januar: Denn da feierte sein Team vor heimischer Kulisse mit dem 73:65-Sieg gegen den Tabellenzweiten Saarlouis die ersten Punkte des Jahres.
Nach dem überzeugenden Auswärtserfolg in Gießen empfangen die Basketballer der Artland Dragons am Samstagabend die Nürnberg Falcons. Gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze wollen die Dragons am 19. Spieltag der 2. Bundesliga die starke Form auch vor heimischem Publikum beweisen. Das Hinspiel entschieden die Quakenbrücker nach Verlängerung mit 104:92 für sich. In der Schlussphase der regulären Spielzeit hatten sie bereits wie der sichere Sieger ausgesehen, verspielten jedoch innerhalb weniger Sekunden eine Sechs-Punkte-Führung. In der Verlängerung agierten die Dragons dann souverän.
Nürnberg zählt in dieser Saison zu den konstantesten Mannschaften der ProA. Als Tabellensiebter sind die Falcons voll im Playoff-Rennen. „Nürnberg spielt eine großartige Saison. Das Hinspiel haben wir mit ein wenig Glück in der Overtime gewonnen. Nürnberg verteidigt sehr unangenehm und macht das Spiel gerne schnell. Wir wissen, dass es ein hartes Stück Arbeit werden kann, gegen Nürnberg zu bestehen. Nun geht es darum, den positiven Trend der vergangenen Wochen fortzusetzen“, appelliert Headcoach Hendrik Gruhn an sein Team.
Wir werden mit einem Liveblog vom Dragons-Heimspiel am Samstag berichten.
Nach dem deutlichen Heimerfolg gegen Oberhausen stehen die Zweitliga-Basketballerinnen des BBC Osnabrück vor einer Doppelmission: Bereits am Donnerstag, 22. Januar, um 20 Uhr holen die drittplatzierten Black Bulls das wetterbedingt ausgefallene Spiel beim Schlusslicht Hürther BC nach. „Das Nachholspiel an einem Werktag ist für uns organisatorisch eine Herausforderung“, sagt BBC-Trainer Radion Gross. Doch sportlich ist die Rollenverteilung klar: Bei noch sieglosen Hürtherinnen will Osnabrück den fünften Erfolg in Serie einfahren.
Am Sonntagnachmittag gastiert dann zum zweiten BBC-Spiel innerhalb von drei Tagen der fünftplatzierte VfL Bochum in der Schlosswallhalle. „Bochum ist der erste schwere Gegner in diesem Jahr. Wir müssen zu jeder Minute wach sein, um zu gewinnen“, fordert der Coach. Das Spiel leite eine intensive Saison-Phase ein, danach geht es gegen Göttingen, Bonn, Chemnitz und Leverkusen. Anders als im Hinspiel, das der BBC mit 68:62 gewann, wird Melina Hagenhoff dabei sein. „Sie bringt noch mal zusätzliche Gefahr von außen“, so Gross.
Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück starten angriffslustig in den Auswärts-Doppelspieltag. Zunächst steht am Samstag (15 Uhr) die Partie beim USC Münster II an. Am Sonntag (16 Uhr) folgt die Aufgabe beim VCO Münster. Die Gegner könnten unterschiedlicher kaum sein: Der USC ist als Tabellenzweiter ein Spitzenteam und routiniert besetzt, der zwölftplatzierte VCO stellt eine Gruppe voller Talente.
Nach dem 3:1-Sieg gegen Schwerin wissen die Osnabrückerinnen, dass mit den beiden Spielen innerhalb von 25 Stunden eine nächste große Herausforderung bevorsteht. Trotzdem will das inzwischen siebtplatzierte Team auch gegen die Münsteraner Teams punkten und gewinnen. Osnabrück hat sechs Siege aus den vergangenen neun Partien geholt. Dementsprechend steigt das Selbstbewusstsein. „Wir wollen unser gesteigertes Niveau stabilisieren, das nehmen wir uns fürs Wochenende vor. Wir wollen erst gegen Münster II gewinnen, danach auch gegen VCO Münster“, geht VCO-Trainer Gunnar Kraus mit Optimismus den Doppelspieltag an.
Nach der 2:3-Niederlage in Brühl, als ein Teil des Teams trotz widriger Wetterverhältnisse die weite Auswärtsreise antrat, und einem spielfreien Wochenende sind die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf wieder im Einsatz: Der Tabellensiebte gastiert am Sonntag (16 Uhr) beim Sechsten TVA Hürth. Das Hinspiel im Oktober gewann Lintorf in eigener Halle mit 3:1.
Hürth hat zuletzt überraschend Topteam Essen geschlagen und so Selbstbewusstsein getankt. Damit schob sich der Tabellennachbar vor dem Mittelfeld-Duell an Lintorf vorbei. Um nicht noch in Abstiegsgefahr zu geraten, benötigt der VfL möglichst bald ein paar Punkte. „Wir wollen alles reingeben und gucken, was dabei herauskommt. Aber für uns zählt es dann in den darauffolgenden fünf Heimspielen nacheinander“, erklärt Trainer Ewald Derksen. Die „Crunchtime“ beginnt am 31. Januar mit der Partie daheim gegen Bielefeld.
Heimspiel-Auftakt für die Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte: Nach der 31:38-Niederlage zum Rückrundenstart gegen Anderten empfängt das Team von Trainer Timon Döring am Samstagabend den VfL Fredenbeck. Bissendorf will sich im ersten Match 2026 in eigener Halle für die bittere Pleite im Kellerduell der Vorwoche revanchieren. Doch das wird nicht leicht, ahnt man beim abstiegsbedrohten Tabellen-15., bei dem die Brüder Christian und Fabian Rußwinkel gerade ihre Verträge verlängert haben.
Der Gast ist als Aufsteiger aktuell starker Tabellensiebter. Das Hinspiel in Fredenbeck verlor Bissendorf deutlich. „Das wird eine schwierige Aufgabe. Körpersprache, Intensität, Einstellung und Kampfgeist haben uns in vielen Spielen der Hinrunde ausgezeichnet, aber nicht so zuletzt in Anderten. Daher müssen wir jetzt ein ganz anderes Gesicht zeigen als vor einer Woche“, fordert Döring von seinem Team.