Osnabrück  „Brückengeflüster“: Daniel Latkowski über Transfers und Kaderstrategie beim VfL Osnabrück

Benjamin Kraus
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Von Benjamin Kraus
| 29.01.2026 14:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Technische Direktor des VfL Osnabrück, Daniel Latkowski zu Gast im Brückengeflüster-Podcast der noz. Foto: Carina Hindersmann
Der Technische Direktor des VfL Osnabrück, Daniel Latkowski zu Gast im Brückengeflüster-Podcast der noz. Foto: Carina Hindersmann
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Seit fünf Monaten ist Daniel Latkowski als Technischer Direktor beim VfL Osnabrück im Amt. Im NOZ-Podcast „Brückengeflüster“ spricht der 34-Jährige über die aktuelle Lage bei den Lila-Weißen, mögliche Transfers in den nächsten Tagen und im Sommer, seinen Arbeitsalltag und seinen Werdegang.

Gibt es doch noch weitere Transfers im Winter? Wie ist die Lage bei den Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen? Und wie sieht eigentlich eine Arbeitswoche als Technischer Direktor aus? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Daniel Latkowski, seit fünf Monaten Mitglied der Geschäftsführung beim VfL Osnabrück, in der neuen Folge des NOZ-Podcasts „Brückengeflüster“. Zuseher und Zuhörer erfahren zudem, ob er oder Joe Enochs bei Verhandlungen mit den Spielern der „Bad Cop“ ist und wie viel „Moneyball“ inzwischen im VfL steckt.

Thema Wintertransfers: „Im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich sehr entspannt“, sagt Latkowski wenige Tage vor dem Schließen des Transferfensters. Im vergangenen Winter hatte es in schwieriger Lage im Tabellenkeller der 3. Liga über ein Dutzend Kaderbewegungen gegeben. In diesem Winter kam bis dato nur Leih-Stürmer Julian Kania aus Bielefeld, der die Rückennummer neun des zum FC St. Pauli II abgewanderten Nikky Goguadze übernommen hat.

„Stand jetzt passiert höchstens auf der Abgangsseite noch etwas“, sagte Latkowski. Entweder mit der Abgabe eines Ergänzungsspielers, der auf mehr Einsatzzeiten hofft, oder wenn ein höherklassig aktiver Verein für einen Fußballer ein finanziell „unmoralisches Angebot“ vorlegt, über das der VfL nachdenken müsse. „Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet, aber aktuell ist die Lage sehr ruhig“, sagte Latkowski.

Thema Arbeitsalltag: „Bei Verhandlungen mit Spielern ist Joe Enochs meistens eher der Bad Cop. Mein Naturell ist eher der Good Cop, wobei ich bei einem Gespräch in der Vergangenheit durchaus auch mal emotionaler geworden bin“, sagte Latkowski. Bei Vertragsverhandlungen abseits des Erstgesprächs verhandelt er für den VfL mit Enochs als Direktor Fußball sowie mit Chefcoach Timo Schultz. Abseits davon widmet Latkowski weiterhin viel Zeit dem Thema Scouting, wo er neben Enochs auch mit Kevin Samide und Uli Haug zusammenarbeitet. Künftige Ligenzugehörigkeiten und Entwicklungen beim Thema Künstliche Intelligenz werden die mittel- bis langfristige Ausrichtung des VfL in diesem Bereich bestimmen, ließ Latkowski durchblicken.

Thema aktuelle Lage: „Wir haben in dieser Saison gelernt: Wenn wir 100 Prozent unserer Leistungsfähigkeit auf den Platz bringen, haben wir gute Chancen, die Spiele zu gewinnen“, sagte Latkowski. Beim anstehenden Spiel bei der im Abstiegskampf steckenden Elf des 1. FC Saarbrücken am Samstag gelte es, vor allem die möglicherweise hektischen Anfangsminuten zu überstehen und die Emotionen im Stadion zu kontrollieren. Auf Dauer müsse zudem im Vergleich zum Spiel gegen 1860 München am Sonntag (1:1) mehr Ertrag durch Aktionen über die Außenpositionen kommen.

Thema auslaufende Verträge: „Der Ball liegt nun im Feld der Spieler, mit denen wir mehrmals in den letzten Wochen und Monaten gesprochen haben“, sagte Latkowski mit Blick auf die Fußballer Lars Kehl, Yigit Karademir und Kevin Wiethaup, deren Verträge im Sommer auslaufen – noch ist offen, ob sie bei den Lila-Weißen bleiben oder nicht. Abseits davon arbeiten Latkowski und Enochs bereits an möglichen Zugängen für die neue Saison im Sommer. „Wir stehen diesbezüglich vor interessanten Wochen – und unsere Verhandlungsposition als Sechster der 3. Liga mit Aufstiegschancen ist natürlich besser als im vergangenen Jahr als Abstiegskandidat der 3. Liga“, so Latkowski.

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