Vor Olympia Geiger springt in Willingen auf Platz drei
Im Sauerland steigt die Olympia-Generalprobe für die Skispringer. Dabei überzeugt im deutschen Team vor allem ein Athlet, der nicht bei den Winterspielen dabei ist.
Ausgerechnet der nicht für Olympia nominierte Karl Geiger hat den deutschen Skispringern kurz vor Beginn der Winterspiele einen Podestplatz beschert. Der fünfmalige Weltmeister kam beim Heim-Weltcup in Willingen auf den dritten Platz und führte ein starkes deutsches Team an. Felix Hoffmann erreichte bei schwierigen Bedingungen mit wechselnden Winden im Sauerland Rang vier, Andreas Wellinger belegte Platz sechs.
„Die Jungs haben das heute wirklich brillant gemacht“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. „Der Karl heute auf dem Podest, das hat er sich verdient.“
Den Sieg sicherte sich in überlegener Manier der slowenische Überflieger Domen Prevc mit Sprüngen auf 146,5 und 155 Meter vor Ren Nikaido aus Japan. Geiger sprang auf 140,5 und 142 Meter. „Der hat richtig Spaß gemacht in der Luft, da musste ich mich mal richtig freuen“, sagte er nach dem gelungenen ersten Durchgang.
Auch Wellinger erleichtert
Der 32-Jährige erlebt eine Saison zum Vergessen, bislang stand ein 14. Platz als bestes Weltcup-Einzelergebnis des Winters zu Buche. Um die interne deutsche Norm für Olympia zu schaffen, hätte der Oberstdorfer aber schon vor zwei Wochen in Sapporo mindestens Achter werden müssen.
Statt Geiger sind Hoffmann, Wellinger, Pius Paschke und Philipp Raimund in Italien am Start. Der zweimalige Olympiasieger Wellinger freute sich in Willingen ebenso über das beste Ergebnis seiner Saison. „Es ist schwer in Worte zu fassen. Es ist endlich mal wieder der Lohn für die harte Arbeit“, sagte der 30-Jährige.
Als Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina steht am Sonntag im Sauerland erneut ein Wettkampf auf der Großschanze an. Am 9. Februar geht es für die Männer auf der Normalschanze in Predazzo um die ersten olympischen Medaillen.