Remels Ein Gottesdienst zum Abschied
Nach 37 Jahren Dienst geht Pastorin Marion Steinhorst-Coordes in den Ruhestand. Die Kirchengemeinde in Remels feierte sie mit Freude, Dankbarkeit und vielen Erinnerungen.
Remels - Obgleich es bis zum offiziellen Ruhestand noch ein paar Tage hin sind, ihren Abschiedsgottesdienst hat Pastorin Marion Steinhorst-Coordes bereits gefeiert. Auch wenn sie der Kirchengemeinde Remels weiterhin verbunden sein möchte, markiert der 28. Februar das Ende ihrer aktiven Dienstzeit (wir berichteten).
Das fröhliche Miteinander und die herzliche, lebendige Atmosphäre habe sie besonders geschätzt, sagt Steinhorst-Coordes. Gemeinschaft sei für sie gelebter Alltag. Besonders in Erinnerung bleiben ihr die Andachten im Kindergarten: Mit Handpuppen erzählte sie Geschichten, denen die Kinder mit offenem Mund folgten. Diese Momente hätten ihr viel Freude geschenkt und Kraft gegeben.
Glauben in den Alltag hinein buchstabieren
Beim Abschiedsgottesdienst prägten der Posaunenchor und der Kirchenchor die Stimmung in der Kirche. Pastoren aus der Umgebung gaben Marion Steinhorst-Coordes ihren Segen mit auf den Weg. Gemeindemitglieder sagten ihr liebevolle Worte.
Was sie aus ihrer Zeit in Remels mitnimmt? „Dass man Glauben einfach mit den Menschen leben muss und ihn in den Alltag hinein buchstabieren muss.“ Glaube zeige sich im gemeinsamen Essen, Feiern, Lachen und auch im Weinen, so die künftige Ruheständlerin. Für die Zukunft wünsche sie sich, dass die Gemeinde offen bleibt, Gemeinschaft lebt und Menschen einlädt, miteinander zu teilen und zu wachsen.
Ein Spalier aus Luftballons
37 Jahre war Steinhorst-Coordes Seelsorgerin in Remels. Sie nimmt viele persönliche Erinnerungen mit. Der in der Kirche kopfüber aufgehängte Weihnachtsbaum ist eine davon.
Auch musikalisch wurde es im Gottesdienst sehr persönlich. Der Kirchenchor sang das von der Pastorin geschriebene Lied „Aal, wat warst, fangt deep in’t Eer an“. Beim Hinausgehen bildeten die Gemeindemitglieder ein Spalier mit Luftballons, bevor es zur Teetafel ins Gemeindehaus ging.