Ostfriesland Eindrucksvolles Bild in guten Händen

| 07.02.2026 05:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Heike-Maria Pilk, Leiterin des Europahauses Aurich, überreicht das Gemälde von Herbert Dunkel an Dr. Welf-Gerrit Otto, Leiter der regionalen Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft. Foto: privat
Heike-Maria Pilk, Leiterin des Europahauses Aurich, überreicht das Gemälde von Herbert Dunkel an Dr. Welf-Gerrit Otto, Leiter der regionalen Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft. Foto: privat
Artikel teilen:

Die Graphothek der Ostfriesischen Landschaft ist um ein Werk reicher. Eine Schenkung ergänzt den Bestand um ein weiteres Gemälde von Herbert Dunkel.

Aurich - Das Europahaus Aurich hat der Ostfriesischen Landschaft ein Werk des Künstlers Herbert Dunkel vermacht. „Ich freue mich, dass es in gute Hände kommt und künftig der Öffentlichkeit bereitsteht“, erklärt Heike-Maria Pilk, Leiterin des Europahauses.

Das 119 mal 83 Zentimeter große Bild wird nun in den Bestand der am Georgswall in Aurich ansässigen Graphothek der Landschaft aufgenommen. Dr. Welf-Gerrit Otto, Leiter der Regionalen Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft, nahm das Kunstwerk entgegen. „Wir sind sehr dankbar, denn dieses eindrucksvolle Bild ist eine bedeutsame Ergänzung zur Sammlung der Graphothek“, betonte er.

Wertschätzung für Werk des Norder Künstlers

Gemeinsam mit weiteren 14 Werken von Herbert Dunkel aus dem Bestand der Graphothek soll der Neuzugang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, beispielsweise als Leihgabe für Sonderausstellungen anderer Institutionen.

Das Gemälde hing lange in einem Seminarraum des Europahauses. In den vergangenen Jahren war es eingelagert. „Die Aufnahme in die Graphothek ist eine schöne Wertschätzung für das Werk“, erklärt Pilk.

Herbert Dunkel wurde 1906 in Berlin geboren. Auf Druck seines Vaters absolvierte er eine technische Lehre und arbeitete als Konstrukteur. 1945 zog Dunkel nach Norden und arbeitete fortan als freischaffender Künstler. Seine frühen Arbeiten folgten einer realistischen Darstellungsweise. Ab dem Ende der 1940er Jahre wandte er sich der abstrakten Kunst zu. Mit seinem Werk sowie als Lehrer und Autor kleinerer theoretischer Schriften prägte Herbert Dunkel die Kunst im Nachkriegs-Ostfriesland nachhaltig. Er starb 1966 mit 60 Jahren bei einem Verkehrsunfall.

Walter Theuerkauf, ehemaliger Landrat in Aurich und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Europahauses, kannte Herbert Dunkel persönlich. Er erinnert sich, dass der gebürtige Berliner neben seiner Tätigkeit als Kunstlehrer am Auricher Gymnasium Ulricianum als Kunstpädagoge im Europahaus mit dem Sozialdemokraten Joke Bruns und dem Autor und Heimatforscher Johannes Diekhoff zusammengearbeitet hat.

Ähnliche Artikel