Fernsehen Gil Ofarim äußert sich überraschend zum Davidstern-Verfahren

dpa
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Von dpa
| 06.02.2026 22:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gil Ofarim hat sich im Dschungelcamp nun doch eingehend zum Prozess in Leipzig geäußert. (Handout) Foto: RTL/dpa
Gil Ofarim hat sich im Dschungelcamp nun doch eingehend zum Prozess in Leipzig geäußert. (Handout) Foto: RTL/dpa
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Kurswechsel im Dschungelcamp: Gil Ofarim spricht plötzlich ausführlicher über den Prozess gegen ihn in Leipzig. Ihm geht es vor allem um Videoaufnahmen - was viele Fragen aufwirft.

Das dürfte für neue Kontroversen sorgen: Musiker Gil Ofarim hat sich im Dschungelcamp nun doch überraschend detaillierter zum Verfahren gegen ihn in Leipzig geäußert. Dem 43-Jährigen ging es dabei vor allem um Videoaufnahmen, die in dem Prozess zum sogenannten Davidstern-Skandal eine große Rolle gespielt hatten.

„Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass von allen Kamera-Aufnahmen mehrere Sekunden gefehlt haben“, sagte Ofarim in der am Abend ausgestrahlten Folge von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Zudem sprach er von einem Zeugen, der ausgesagt habe, dass er „den Davidstern gesehen“ habe.

Digitalforensiker hatte Videos ausgewertet

Ofarim hatte im Jahr 2021 deutschlandweit Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Der Mann habe gesagt, Ofarim solle seinen Davidstern abnehmen, erst dann dürfe er einchecken, so die damaligen Anschuldigungen des Sängers.

Ofarim erstattete Anzeige, aber auch der Hotelmanager wehrte sich und zeigte seinerseits den Musiker wegen Verleumdung an. Ein Gutachten zu den Videoaufnahmen legte nahe, dass die Kette gar nicht sichtbar gewesen sei, als Ofarim im Hotel einchecken wollte. Ein Digitalforensiker wertete unter großem Aufwand sieben Videos der Überwachungskameras in dem Hotel aus.

Verfahren war eingestellt worden

„Das Video, das der Digitalforensiker hatte, ist nicht das Original“, behauptete Ofarim nun im Dschungelcamp. Die Aussagen kamen überraschend, weil er in den Tagen zuvor etliche Fragen seiner RTL-Mitcamper zu dem Fall nicht beantwortet hatte. Wie Ofarim zu seinen Schlüssen zu dem Videomaterial kam, blieb unklar. 

Vor Gericht in Leipzig hatte Ofarim, der Sohn des 2018 gestorbenen 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, schließlich in knappen Sätzen gestanden und sich entschuldigt. „Die Vorwürfe treffen zu. Es tut mir leid“, sagte er in dem Verleumdungs-Prozess. Das Verfahren wurde eingestellt. Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen.

Gil Ofarims Anwalt, Alexander Stevens, hatte sich erst am Mittwochabend in einem Instagram-Live gemeinsam mit dem Strafrichter Thorsten Schleif zur Einstellung des Leipziger Strafverfahrens geäußert. Dass sich Ofarim bislang nicht weiter zu dem Fall geäußert hatte, hatte die Juristen mit einer Unterlassungserklärung erklärt. Mandanten werde in solchen Fällen häufig geraten: „Am besten sagst du gar nichts mehr darüber.“

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