Winterspiele Trotz steifem Hals: Rodler Langenhan auf Goldkurs

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Von dpa
| 07.02.2026 17:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Max Langenhan liegt zur Halbzeit der Rodelrennen af Goldkurs - und das trotz einem steifen Hals. Foto: Robert Michael
Max Langenhan liegt zur Halbzeit der Rodelrennen af Goldkurs - und das trotz einem steifen Hals. Foto: Robert Michael
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Mit einem steifen Hals ist Max Langenhan bei Olympia zweimal Bahnrekord gefahren. Zur Halbzeit liegt der Rodel-Weltmeister auf Goldkurs. Mitfavorit Felix Loch hadert.

Erst dachte Max Langenhan nach stundenlanger Behandlung über eine Start-Absage nach, dann raste der Rodel-Weltmeister bei Olympia mit zwei Bahnrekorden auf Gold-Kurs. Im neu gebauten Eiskanal im Cortina Sliding Centre führt der 26-Jährige vor den abschließenden beiden Läufen am Sonntag. „Ich hätte gerne vier perfekte Läufe hingelegt, jetzt hab ich nur die Chance auf zwei. Ich kann den Kopf kaum bewegen“, sagte Langenhan, der über einen steifen Hals klagte. 

Dank langer Massagen konnte er sich doch noch auf seinen Schlitten setzen und fuhr in den ersten beiden Durchgängen 0,162 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Jonas Müller heraus.

Dagegen stellte Topfavorit Felix Loch seinen Olympia-Schlitten zerknirscht in die Ecke. Die ersehnte Medaille bei seinen fünften Winterspielen ist in weite Ferne gerückt. Der Routinier legte zwar einen Startrekord hin, patzte aber im ersten von vier Läufen mit einer Bandenberührung. „Es war ein minimaler Streif, der kostet nicht so viel Zeit. Die Zeit verliere ich von oben nach unten, auch im zweiten Lauf“, sagte Loch.

Er ergänzte: „Es scheint vielleicht nicht genau das richtige Setup zu sein. Es wollte einfach nicht, es gibt so Tage, solche Rennen. Schade, dass es gerade bei Olympia passiert.“ Nun wolle er erstmal ein Bier aufmachen. 

Bahnrekorde von Langenhan

Besser machte es Weltmeister Langenhan vom BRC Friedrichroda. Der mit Startnummer eins ins Rennen gegangene 26-Jährige zauberte gleich einen Bahnrekord ins Eis und verbesserte diese Bestmarke im zweiten Durchgang noch einmal.

Zweiter vor den beiden Finalläufen ist der Österreicher Müller, der bislang drei Rennen in dieser Saison gewann. Auf Rang drei folgt der Italiener Dominik Fischnaller, der in Peking vor vier Jahren Bronze holte. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo liegt auf Rang neun direkt hinter Loch. 

Wieder Olympia-Ärger für Loch

Loch hatte schon 2018 in Pyeongchang ein olympisches Rennen verpatzt. Vor dem Finallauf lag er in Führung, leistete sich dann einen Fehler in Kurve neun und verpasste so seinen olympischen Gold-Hattrick im Einzel nach seinen Siegen zuvor in Vancouver 2010 und Sotschi 2014.

In Peking war er kraftlos Vierter geworden, nachdem ihn eine Corona-Infektion geschwächt hatte. Bei seiner nunmehr fünften Olympia-Teilnahme will er noch einmal eine Medaille mitnehmen, nachdem er in Sotschi damals noch Team-Gold geholt hatte.

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