Osnabrück Im Zeichen der Liebe
Der Montag muss nicht grau sein. In unserer Kolumne „Der gute Start“ finden Sie jeden Montag einen kurzen Impuls, der Mut macht, zum Nachdenken anregt oder einfach für ein Lächeln sorgt. Geschrieben von Menschen aus unserer Region für die Menschen in unserer Region.
Und? Haben Sie – so wie ich – in den vergangenen Tagen die Geschichte von Benedikt und Sophie verfolgt? Nach gut eineinhalb Jahren heißt es wieder: Rüschen, höfische Etikette und diese eine Frage, die alles entscheidet: Wer liebt hier wen?
Mit der neuen Staffel von Bridgerton kehrt pünktlich zum Valentinstag eine Welt zurück, in der Gefühle laut, kompliziert und lebensverändernd sind. Millionen schauen zu – nicht nur wegen der prachtvollen Bilder, sondern weil die Serie etwas anspricht, das uns alle betrifft. Liebe ist ein Grundgefühl, das uns Menschen auf vielfältige Weise miteinander verbindet.
Der 14. Februar steht ganz im Zeichen der Liebe: Es ist Valentinstag. Manche finden ihn romantisch, andere tun ihn als reine Geldmacherei ab. Doch hinter Herzmotiven und Werbeslogans steckt eine echte Sehnsucht: gesehen, gemeint und geliebt zu werden. Der Tag kann ein kurzes Innehalten im Alltag sein. Eine Erinnerung an die Menschen, die uns am Herzen liegen – und daran, dass jeder Mensch einem anderen am Herzen liegt.
Liebe zeigt sich nicht nur im großen romantischen Moment, sondern im Alltag: im Aushalten von Unterschieden, im ehrlichen Gespräch, im Mut, verletzlich zu sein. Auch aus christlicher Sicht steht sie im Zentrum. „Gott ist die Liebe“ – das ist keine Schwärmerei, sondern eine Haltung zum Leben.
Vielleicht liegt darin der bleibende Zauber des Valentinstags: dass Liebe nicht perfekt sein muss, um die Welt menschlicher zu machen.
Linda Janssen, Pastorin evangelisch-reformierte Gemeinde Osnabrück