Neue Statistik  Wo in Ostfriesland die Einkommen am höchsten sind

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 15.02.2026 17:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In Ostfriesland sind die verfügbaren Einkommen von 2013 bis 2023 unterschiedlich stark gestiegen. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa
In Ostfriesland sind die verfügbaren Einkommen von 2013 bis 2023 unterschiedlich stark gestiegen. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa
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Das Landesamt für Statistik hat neue Zahlen vorgelegt: Die Einkommen in Ostfriesland liegen weiterhin unter dem Durchschnitt in Niedersachsen. Doch die Region holt auf – allerdings mit einer Ausnahme.

Ostfriesland/Hannover - Das verfügbare Einkommen von Privathaushalten ist in Niedersachsen zuletzt deutlich gestiegen. Das berichtet das Landesamt für Statistik, das Zahlen für das Jahr 2023 vorgelegt hat. Auch in Ostfriesland zeigt der Trend nach oben, in den drei Landkreisen sowie der Stadt Emden gibt es jedoch Unterschiede.

Über das ostfrieslandweit höchste Einkommen verfügten die Bürger im Landkreis Wittmund: 27.704 Euro pro Einwohner waren es im Jahr 2023, wie die Statistiker melden. Auf Platz zwei landete der Landkreis Aurich mit 26.838 Euro, gefolgt vom Landkreis Leer mit 25.975 Euro je Einwohner. Deutlich niedriger lag das durchschnittlich verfügbare Einkommen in der Stadt Emden: 23.645 Euro pro Einwohner waren es dort im Jahr 2023. Emden zähle damit neben anderen kreisfreien Städten wie Wilhelmshaven, Delmenhorst und Salzgitter zu den Kommunen in Niedersachsen mit einem vergleichsweise geringen Einkommen, teilt das Landesamt für Statistik mit.

Einkommen sind in Ostfriesland unterschiedlich stark gestiegen

Die Behörde merkt hierzu jedoch an, dass für die Berechnung des verfügbaren Einkommens der Wohnort ausschlaggebend sei und nicht der Arbeitsort. Wenn jemand also bei Volkswagen in Emden arbeitet, aber täglich aus einem der umliegenden Landkreise in die Stadt pendelt, wird das Einkommen dem jeweiligen Kreis zugeschlagen. Durch solche Pendlerbewegungen lasse sich auch das landesweit höchste Pro-Kopf-Einkommen im Landkreis Harburg (32.048 Euro) erklären, heißt es vom Landesamt für Statistik. Der Kreis grenze an Hamburg, wo das Einkommensniveau höher sei.

Der Zehn-Jahres-Vergleich zeigt, wie stark die verfügbaren Einkommen wo gestiegen sind: 2013 lag es im Landkreis Wittmund noch bei 19.092 Euro pro Einwohner. Bis 2023 ist es somit um gut 45 Prozent gestiegen. Um ebenfalls gut 45 Prozent stieg das Durchschnittseinkommen im Landkreis Aurich seit 2013 (18.485 Euro pro Einwohner). Im Kreis Leer fiel der Anstieg sogar etwas größer aus: Gut 47 Prozent waren es seit 2013. Damals lag der Landkreis mit 17.650 Euro pro Einwohner noch hinter Emden (17.987 Euro). In der Seehafenstadt stieg das verfügbare Einkommen bis 2023 jedoch nur um gut 31 Prozent.

In Ostfriesland lagen die verfügbaren Einkommen 2023 weiterhin unter dem landesweiten Durchschnitt. Weite Teile der Region konnten in den zehn Jahren zuvor jedoch aufholen, wie aus den Zahlen des Landesamtes für Statistik hervorgeht: Der Landkreis Wittmund kam 2023 auf 99 Prozent des Durchschnittseinkommens in Niedersachsen, 2013 waren es noch 94 Prozent. Im Landkreis Aurich stieg die Quote von 91 auf 96 Prozent, im Kreis Leer von 87 auf 93 Prozent. Lediglich die Stadt Emden fällt hier zurück: 2013 lag das verfügbare Einkommen dort noch bei 88 Prozent des Landesdurchschnitts, 2023 waren es nur noch 84 Prozent.

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