Osnabrück Verdacht auf Vogelgrippe: Nandus im Osnabrücker Zoo getötet
Im Osnabrücker Zoo gibt es einen Verdachtsfall von Vogelgrippe. Der Zoo bleibt aber für Besucher geöffnet.
Im Osnabrücker Zoo könnte ein Nandu möglicherweise an Vogelgrippe gestorben sein. Sämtliche Nandus im Gehege mussten getötet werden, der Bereich ist abgesperrt. Der Zoo bleibt aber geöffnet.
Nandus sind Laufvögel. Sie ähneln Straußen, kommen aber aus Südamerika. Wie der Landkreis Osnabrück mitteilt, wurde bei einer Laboruntersuchung des toten Tiers das Virus der Aviären Influenza diagnostiziert. Das bedeutet, dass am Samstag, 21. Februar, der amtliche Verdacht des Ausbruchs der Geflügelpest festgestellt wurde.
Ob es sich tatsächlich um die hochansteckende aviäre Influenza (Geflügelpest) handelt, wird Anfang kommender Woche feststehen. Die Untersuchung durch das Friedrich-Loeffler-Institut läuft.
Besucher können weiter in den Zoo kommen. Seit dem vergangenen Herbst hat der Zoo Osnabrück Vorkehrungen getroffen, um seinen Vogelbestand vor der Geflügelpest zu schützen. Dennoch kann das aviäre Influenzavirus von außen eingeschleppt werden. Das ist kürzlich im Vogelpark Walsrode geschehen.
Die Nandus, die zusammen mit dem infizierten Vogel gehalten wurden, mussten am Samstag eingeschläfert werden. Die Anlage wird gereinigt und desinfiziert. Der Landkreis hofft, dass mit den Hygienemaßnahmen und weiteren Proben von einer Tötung des artenschutzrechtlich wertvollen Vogelbestandes im Zoo abgesehen werden kann.
Bei Ausbruch der Vogelgrippe ist die Einrichtung einer Schutz- und Überwachungszone üblich. Bei Ausbrüchen in zoologischen Gärten kann davon aber abgesehen werden. Von dieser Ausnahme wurde im aktuellen Verdachtsfall nach amtlicher Risikobewertung Gebrauch gemacht.
Für Geflügelhalter im Umkreis des Zoos bestehen deswegen keine einschränkenden Maßnahmen. Im Zoo selbst wurden vor einigen Vogelvolieren aus tierseuchenhygienischen Gründen Bereiche abgesperrt.