Osnabrück Wenn der VfL Osnabrück so ins Jahr startete, hatte er am Saisonende Grund zum Feiern
14 Punkte aus sechs Spielen: Der VfL Osnabrück ist 2026 mit Trainer Timo Schultz ungeschlagen und stellt mit 12:3 Toren die beste Bilanz aller Drittligisten. Historisch folgte auf solch einen Jahresstart beim VfL am Saisonende eine Party.
Der Rückrundenstart ist dem VfL Osnabrück sehr gut gelungen: 14 Punkte holten die Lila-Weißen aus den sechs Partien seit dem Jahresbeginn. Mit vier Siegen und zwei Remis ist die Mannschaft von Trainer Timo Schultz 2026 noch ungeschlagen - und stellt dazu mit einer Tordifferenz von 12:3 die beste aller Drittligisten in diesem Jahr. Nur der FC Ingolstadt hat bislang ebenfalls 14 Punkte geholt. Ein Blick in die Drittliga-Historie des VfL zeigt: Starten die Osnabrücker so in eine Rückrunde, gibt es am Saisonende etwas zu Feiern.
Ein einziges Mal holte der VfL bislang mehr als 14 Punkte: In der Saison 2022/23 gab es in den ersten sechs Partien nach dem Rückrundenstart sogar 15. Fünf Siege und eine Niederlage (2:3 gegen den späteren Absteiger Bayreuth) waren es damals; die Mannschaft von Trainer Tobias Schweinsteiger erarbeitete sich in der Phase zwischen Herbst und Frühjahr erst die Position, die am 27. Mai 2023 das 90+6-Finish und den Aufstieg ermöglichen sollte.
Zweimal seit Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 holten die Osnabrücker 14 Punkte aus den ersten sechs Rückrundenspielen - erstmals in der Saison 2009/10. Unter Trainer Karsten Baumann war es der Minimalistenwinter, der den Weg zum späteren Aufstieg ebnete: Von Spieltag 20 bis 25 gab es vier 1:0-Siege, ein 0:0 und ein 1:1 - und trotz einer Schwächephase danach mit vier Partien ohne Sieg reichte es dank eines starken Schlussspurts sogar noch zur Meisterschaft in Burghausen. Das Ergebnis am letzten Spieltag: natürlich 1:0.
Zum zweiten Mal gelangen die 14 Punkte in der vergangenen Saison, als die Aufholjagd Richtung Klassenerhalt so richtig Fahrt aufnahm: Nach dem 3:2-Startschuss gegen Sandhausen gab es zwar „nur“ ein 0:0 in Aue, dann aber drei Siege in Serie, 3:2 gegen Unterhaching, 1:0 gegen Dortmund II und 5:1 in Hannover. Mit dem Dreier gegen Dortmund sprang der VfL nach langer Zeit mal wieder raus aus der Abstiegszone - und anschließend nicht mehr zurück. Es folgte noch ein 1:1 gegen Mannheim. Der Grundstein für die erfolgreiche Rettungsmission von Marco Antwerpen und seinem Team war nach diesem Start gelegt, finalisiert wurde sie nach dem 2:0 gegen Viktoria Köln am 36. Spieltag.
Dass es auch mit weniger Punkten zum Rückrundenstart funktionieren kann, zeigte der VfL übrigens 2018/19: Damals sammelte die Elf von Trainer Daniel Thioune „nur“ 13 Zähler aus den ersten vier Partien, holte mit 38 Punkten in der Hinrunde aber sechs mehr als der VfL in dieser Spielzeit und stieg letztlich souverän auf. Ob es am Ende dieser Saison wieder etwas zu feiern gibt, wird erst der Frühling zeigen. Die Voraussetzungen sind aber gut - vor allem dank des starken Starts in das Jahr.