Paralympics in Italien Para-Gold für Russland - Hymne erstmals wieder gespielt

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Von dpa
| 09.03.2026 10:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Für Siegerin Warwara Worontschichina weht die russische Fahne bei den Paralympics. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Für Siegerin Warwara Worontschichina weht die russische Fahne bei den Paralympics. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
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Die Russin Warwara Worontschichina gewinnt Gold. Bei der Siegerehrung wird erstmals seit 2014 wieder bei Paralympics die russische Hymne gespielt. Was die deutsche Konkurrentin dazu sagt.

Skirennfahrerin Warwara Worontschichina hat als erste Sportlerin aus Russland bei den Winter-Paralympics in Italien eine Goldmedaille gewonnen. Zwei Tage nach Rang drei in der Abfahrt siegte die 23-Jährige in Cortina d’Ampezzo im Super-G in der stehenden Klasse. Bei der Siegerehrung wurde erstmals seit 2014 in Sotschi bei Paralympics nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt. 

Bei der Zeremonie gab es von der gut gefüllten Tribüne wie bei allen Medaillengewinnern Beifall für Worontschichina. Einige Zuschauer sangen wie die Sportlerin die Hymne mit, die erstmals bei Olympischen oder Paralympischen Spielen seit Rio de Janeiro 2016 wieder für einen Goldmedaillen-Gewinn abgespielt wurde.

Der russische Sportminister Michail Degtjarjow gratulierte Worontschichina in einem Telegram-Post und lobte sie. Außerdem verwies er darauf, dass bei der Siegerehrung die russische Hymne gespielt worden sei - und postete eine Sequenz der Zeremonie.

Das sagt Rothfuss zum Erfolg der russischen Konkurrentin

„Das ist jetzt vielleicht ein Ergebnis, was wir uns alle so nicht gewünscht haben mit der Situation momentan. Aber man muss in sportlicher Hinsicht ganz klar sagen, die Warwara hat heute die beste Fahrt hingelegt, daher verdient Platz eins“, sagte Andrea Rothfuss, die in dem Rennen hervorragende Vierte wurde.

Wegen staatlich organisierten Dopings und vor allem wegen des seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine durften einzelne Sportler aus dem Land des Aggressors zuletzt allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne im internationalen Sport antreten. Gleiches galt für Belarus als Unterstützer der Invasion.

Rothfuss als Vierte beste Deutsche

Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) unter Führung des Brasilianers Andrew Parsons hatte den Bann bereits im vergangenen September aufgehoben. Die vier Weltverbände für Ski und Snowboard, Biathlon, Curling sowie Para-Eishockey, die Wettbewerbe bei Paralympics austragen, sperrten sich zunächst dagegen. Doch der Internationale Sportgerichtshof (Cas) urteilte nach einem Einspruch Russlands, dass der pauschale Ausschluss nicht rechtens ist. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte die Zulassung von russischen Athletinnen und Athleten mit allen Symbolen kritisiert.

Hinter Aurelie Richard aus Frankreich und der Schwedin Ebba Aarsjoe wurde Andrea Rothfuss als Vierte beste Deutsche und war glücklich mit dem Resultat. „Als ich die Vier im Ziel aufleuchten gesehen habe, habe ich es gar nicht so richtig glauben können. Ich habe mir gedacht: Wahnsinn, Wahnsinn! Der vierte Platz - mega“, sagte die 36-Jährige. 

Nach einer mehrjährigen Pause wegen mentaler Probleme war die Riesenslalom-Spezialistin erst im Dezember in den Weltcup zurückgekehrt und fährt erst seit zwei Wochen wieder mit den langen Ski für die Speeddisziplinen. Ihre Teamkollegin Anna-Maria Rieder belegte den elften Platz.

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