Anzeige: Eröffnung am Montag, 16. März Neue Tagesstätte für seelisch Kranke in der „Alten Druckerei“ in Remels
In der früheren Druckerei Meeuw am Alten Postweg 72-74 hat die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen einen Ort für Begegnung, Stabilität und Teilhabe geschaffen.
Remels / CWA - In Remels wird am Montag, 16. März, die neue Tagesstätte für Menschen mit seelischen Erkrankungen eröffnet. Im traditionsreichen Gebäude der ehemaligen Druckerei Meeuw am Alten Postweg 72–74 hat sich in den vergangenen Monaten viel verändert.
Seit Januar 2025 gehört das Haus der „Alten Druckerei“ zur Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen und wurde umfassend energetisch und ökologisch saniert. Außen bleibt das vertraute Erscheinungsbild erhalten, innen ist ein moderner Ort entstanden, der Menschen mit seelischen Erkrankungen neue Perspektiven eröffnet.
Wo früher Druckmaschinen standen, bieten nun helle, freundlich gestaltete Räume Platz für ein teilstationäres Angebot der sozialen Teilhabe. Das Angebot richtet sich an bis zu 20 erwachsene Menschen mit seelischen Erkrankungen, die längerfristige Unterstützung benötigen. Die Diakonie engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der ambulanten psychiatrischen Pflege und verfügt über ein starkes Netzwerk in der Region. Mit der neuen Tagesstätte reagiert sie auf die steigende Nachfrage in der psychiatrischen Versorgung und ergänzt das bestehende Angebot sinnvoll.
An fünf Tagen pro Woche wird ein qualifiziertes, tagesstrukturierendes Programm auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes angeboten. Es berücksichtigt sensibel die krankheitsbedingten Einschränkungen der Teilnehmenden, etwa bei Depressionen, Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen. Ziel ist es, sie in einem geschützten Rahmen zu stabilisieren und zu fördern. So soll ein möglichst selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ermöglicht werden. Einzel- und Gruppenangebote unterstützen dabei, eine verlässliche Tagesstruktur zu entwickeln, Selbstständigkeit zu bewahren und stationäre Aufenthalte nach Möglichkeit zu vermeiden.
Begleitet werden die Teilnehmenden von einem multiprofessionellen Team aus pädagogischen Fachkräften, Ergotherapeutinnen und weiteren Mitarbeitenden. Sie fördern alltagspraktische Fähigkeiten, beraten individuell und stehen auch in Krisensituationen zur Seite. Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit ärztlichem und therapeutischem Fachpersonal, Vereinen und weiteren regionalen Partnern.
„Remels bietet viele Vernetzungsmöglichkeiten. Wir wollen die Angebote unseres Sozialraums für die Teilnehmenden bestmöglich nutzen“, erklärt Julia Schmidt, die den Aufbau der Einrichtung begleitet. Unterstützt wird sie von einem erfahrenen Team aus Fachkräften.
Mit der neuen Tagesstätte erhält die „Alte Druckerei“ nicht nur eine neue Funktion, sondern wird zu einem Ort der Begegnung, Stabilisierung und Teilhabe für Menschen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind.