Prozess zu tödlichem Busunfall Flixbus-Unfall: Fahrer gesteht tödlichen Fehler

dpa
|
Von dpa
| 13.03.2026 10:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Busfahrer hat vor Gericht einen Fehler eingeräumt. Foto: Hendrik Schmidt
Der Busfahrer hat vor Gericht einen Fehler eingeräumt. Foto: Hendrik Schmidt
Artikel teilen:

Zwei Jahre nach einem tödlichen Fernbus-Unfall bei Leipzig hat der Prozess gegen den Busfahrer begonnen. Der 64-Jährige lässt von seinem Anwalt ein Geständnis vortragen.

Im Prozess um den tödlichen Unfall eines Fernbusses auf der A9 bei Leipzig vor knapp zwei Jahren hat der Busfahrer einen Fehler eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben. Der Sachverhalt, so wie er von der Staatsanwaltschaft in der Anklage dargestellt wird, sei „vollumfänglich zutreffend“, sagte Peter Pospisil, Anwalt des Busfahrers. 

„Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist. Er würde die Zeit gerne zurückdrehen, er kann es nicht“, erklärte der Anwalt für den aus Tschechien stammenden Busfahrer. Sein Mandant sei kein Risikofahrer gewesen. Übermüdung, Alkohol oder Drogen hätten keine Rolle gespielt. „Es handelt sich um ein einmaliges fahrlässiges Fehlverhalten“, sagte Pospisil.

Vier Tote und 46 Verletzte

Der Fernbus sollte am 27. März 2024 von Berlin nach Zürich fahren. Bei fast 100 km/h geriet der Bus nördlich von Leipzig ins Schleudern, fuhr eine knapp zwei Meter hohe Böschung hinab und kippte auf die rechte Seite. Vier Frauen in dem Flixbus starben. 46 weitere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hat den Busfahrer vor dem Amtsgericht Eilenburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Wegen eines größeren Saales wird jedoch im Landgericht Leipzig verhandelt. Für den Prozess ist nur ein Verhandlungstag geplant.

Ähnliche Artikel