Remels Aus alter Druckerei entstand eine moderne Tagesstätte
In Remels gibt es jetzt einen Ort, an dem Menschen mit seelischen Erkrankungen Hilfe finden. Träger ist die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen.
Remels - Wo früher Druckmaschinen ratterten und Papierbogen um Papierbogen ausspuckten, sollen künftig kranke Menschen gesunden. Nach nahezu einem Jahr Umbauzeit wurde jetzt in der ehemaligen Druckerei Johann Meeuw in Remels eine Tagesstätte für Erwachsene mit seelischen Erkrankungen eröffnet. Träger der Einrichtung ist die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen.
Vor rund 60 geladenen Gästen brachten Geschäftsführer Marcus Schumacher und Uplengens Bürgermeister Heinz Trauernicht ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, den Umbau zu meistern. Sie erläuterten die Entstehungsgeschichte der Tagesstätte, in der bis zu 20 Erwachsene an fünf Tagen in der Woche Unterstützung bekommen.
Möglichkeit zur Teilhabe
Die Tagesstätte hat mit einer Pflegeeinrichtung im klassischen Sinn nichts gemein. Sie möchte den Besucherinnen und Besuchern, die über die Sozialämter der Landkreise Leer und Ammerland ins Haus kommen, die Möglichkeit zur Teilhabe bieten.
„Wir hatten das Glück, eine leere Fläche und einen großen Raum vorzufinden, der fantastisch gestaltet werden konnte“, erklärt Matthias Pape. „Wir haben vorhandene Wände versetzt und neue eingezogen.“ Entstanden sind große Gemeinschaftsräume, eine Küche, Besprechungsräume sowie Bewegungsräume. „Wir haben alles nach Vorschlägen von Experten und nach dem Bedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestaltet“, so Pape weiter. In der Regel würden Menschen aufgenommen, die alleine mit einer ambulanten Behandlung nicht zurechtkommen.
Blick auf die Druckmaschine
Die Räume für die Tagesgäste sind im Erdgeschoss untergebracht. Im Obergeschoss wurden Büroräume eingerichtet. Dort soll die gesamte Verwaltung der Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen einziehen. Durch diese zentrale Lage erhofft sich die Diakonie eine bessere und schnellere Bearbeitung der Fälle sowie eine noch bessere Abstimmung der Mitarbeiter untereinander.
Der Name der Einrichtung wurde gemäß der früheren Nutzung des Hauses gewählt. Sie heißt „Tagesstätte Alte Druckerei“. Dass einst an diesem Ort die Technik vorherrschte, ist im Eingangsbereich noch zu erkennen. Eine Aussparung im Fußboden gibt den Blick frei auf eine Druckmaschine, die hier lange Jahre ihren Dienst getan hat.