Osnabrück  Soll die Iburger Straße in Osnabrück zweispurig werden? Stimmen Sie ab!

David Wagner
|
Von David Wagner
| 22.03.2026 18:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Spur nur für Busse und Fahrräder. Das sah der Beschluss des Stadtrats eigentlich vor, aber was halten die noz-Leser von diesem Plan? Foto: Benjamin Beutler
Eine Spur nur für Busse und Fahrräder. Das sah der Beschluss des Stadtrats eigentlich vor, aber was halten die noz-Leser von diesem Plan? Foto: Benjamin Beutler
Artikel teilen:

Der Streit um Umweltspuren auf der Iburger Straße in Osnabrück erreicht einen neuen Höhepunkt. Sollen Busse und Fahrräder Vorrang erhalten oder müssen alle vier Spuren für Autos bleiben? Jetzt online abstimmen.

Durch zwei Umweltspuren nur für Fahrräder und Busse sollte der Radverkehr auf der Iburger Straße sicherer für Radfahrer werden. So der im Juli 2025 gefasste Beschluss des Stadtrats. Jetzt machte die Stadtverwaltung dem Vorhaben zunächst einen Strich durch die Rechnung und wies auf rechtliche Probleme hin. Wir stellen die Frage: Sollen die Umweltspuren auf der Iburger Straße kommen?

Die Begründung der Stadtverwaltung liest sich wie folgt: „Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Einrichtung einer Umweltspur auf der Iburger Straße aufgrund der zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Verkehrssicherheit und Leichtigkeit des fließenden Kfz-Verkehrs rechtlich nicht möglich ist.“

Die Politik war sich bei dem Thema damals schon uneins – und ist es weiterhin. Auch Aktivisten schalten sich in die Debatte ein und streiten um die Umweltspuren.

Im Stadtentwicklungsausschuss mahnte Volkmar Seliger (Grüne) die Verkehrssicherheit auf der Iburger Straße an. „Und die steht über der Leichtigkeit des Verkehrs, das ist wichtig zu betonen, und schließt auch immer den Radverkehr mit ein.“

Kritik gibt es auch am Vorgehen der Stadtverwaltung. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter verstoße hier selbst gegen geltendes Recht, wie Thomas Groß von den Linken behauptet. Bei einem rechtswidrigen Beschluss, wie von der Verwaltung argumentiert, hätte Pötter laut Groß Einspruch bei der Kommunalaufsicht des Landes einlegen müssen.

Auch zum Beschluss im Sommer 2025 hatten wir unsere Leser zur Iburger Straße befragt. Damals waren etwa 64 Prozent der Befragten für eine Veränderung an der Iburger Straße. 28 Prozent bevorzugten die Lösung mit Umweltspuren, 23 Prozent sprachen sich für einen baulich getrennten Radweg aus und weitere 13 Prozent plädierten für Tempo 30. Keine Veränderung wünschten sich 36 Prozent aller Befragten.

Ähnliche Artikel