Osnabrück  Streit ums EMAF: Zwei Meinungen zur Osnabrücker Kultur-Kontroverse

Ralf Döring, Katharina Ritzer
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Von Ralf Döring, Katharina Ritzer
| 31.03.2026 11:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Das EMAF ist eine der wichtigsten Kulturveranstaltungen der Stadt Osnabrück. 2026 kommt es zu einer Kontroverse um die Filmemacherin Basma al-Sharif, die im Programm vertreten ist. Foto: Jörn Martens
Das EMAF ist eine der wichtigsten Kulturveranstaltungen der Stadt Osnabrück. 2026 kommt es zu einer Kontroverse um die Filmemacherin Basma al-Sharif, die im Programm vertreten ist. Foto: Jörn Martens
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Die Stadt Osnabrück distanziert sich von Teilen des EMAF-Programms. Ist das eine angemessene Reaktion auf eine Filmemacherin, der Antisemitismus vorgeworfen wird? Zwei Meinungen zu einer Kontroverse.

Die Stadt distanziert sich vom Programm einer Kulturinstitution – das hat es in den letzten Jahrzehnten in Osnabrück noch nicht gegeben. Auslöser des einmaligen Vorgangs ist ein Programmpunkt des diesjährigen European Media Art Festivals, ein Kurzfilm der palästinensisch-amerikanischen Filmemacherin Basma al-Sharif.

Dabei ist nicht der Kurzfilm selbst der Stein des Anstoßes. Vielmehr stört sich die Stadtverwaltung an Posts der Filmemacherin in den sozialen Medien: Dort äußert sich diese dezidiert pro-palästinensisch und anti-israelisch.

Auch antisemitisch? Genau um diese Frage kreist die Debatte: Kulturdezernent Wolfgang Beckermann sagt, die Haltung al-Sharifs sei nicht mit den Wertvorstellungen der Friedensstadt vereinbar, man wolle antisemitischen Haltungen kein Forum geben. EMAF-Leiterin Katrin Mundt entgegnet, al-Sharifs Äußerungen seien von der Kunstfreiheit gedeckt, der Vorwurf des Antisemitismus treffe nicht zu.

Die Stadt greift nun zum mildesten Mittel, ihre Kritik am EMAF-Programm zu formulieren und distanziert sich „von Teilen des Programms“. Mit ihr übrigens auch der Landschaftsverband als Geldgeber und der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies: Er tritt von seiner Schirmherrschaft fürs Festival zurück. Hat die Stadt Osnabrück nun richtig gehandelt oder reagiert zu lasch? Hier zwei Meinungen.

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