Nach Autounfall Woods wird 2027 nicht US-Kapitän beim Ryder Cup
Überraschend ist es nicht, nun aber zumindest offiziell: Nach seinem Autounfall und der angekündigten Auszeit wird Tiger Woods 2027 nicht als Kapitän beim Ryder Cup aktiv.
Tiger Woods wird beim Ryder Cup 2027 nicht als Kapitän für das US-Team fungieren. Diese Entscheidung des Golf-Superstars kommunizierte die PGA of America fünf Tage nach dem Autounfall des 50-Jährigen. „Tiger hat uns mitgeteilt, dass er 2027 nicht als Kapitän des US-Ryder-Cup-Teams dienen wird und wir unterstützen seine Entscheidung“, hieß es. „Die PGA of America wird Neuigkeiten zum Kapitänsamt für den Ryder Cup zu einem angemessenen Zeitpunkt mitteilen.“
Erst Tags zuvor hatte Woods in seiner ersten eigenen Stellungnahme seit dem Unfall am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass er auf unbestimmte Zeit eine Auszeit nehmen werde. Er wolle sich in Behandlung begeben und sich auf seine Gesundheit konzentrieren, schrieb der 50 Jahre alte Amerikaner in einer auf X verbreiteten Stellungnahme. Ihm sei der Ernst der Lage bewusst.
Er werde sich die Zeit nehmen, „die es braucht, um gesünder, stärker und konzentrierter zurückzukommen - sowohl persönlich als auch beruflich“, schrieb Woods, der zudem um Privatsphäre und Rücksichtnahme auf seine Familie und sich selbst bat. Die insbesondere nach einem schweren Autounfall 2021 körperlich gezeichnete Golf-Ikone gab zwar keine Rücktrittserklärung ab - eine Rückkehr als Profi scheint angesichts des erneuten Vorfalls, seines Alters und der langen Pause seit dem letzten Major aber zunehmend unwahrscheinlicher.
Strafrechtlich plädierte Woods vor seiner eigenen Stellungnahme nach dem Unfall auf unschuldig. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, über die US-Medien berichteten. Zuvor war bekanntgeworden, dass der 50-Jährige gegenüber der Polizei die Einnahme von Schmerzmitteln und die Benutzung eines Handys angegeben habe. Woods hatte mit seinem Auto den Anhänger eines anderen Fahrzeugs gestreift und sich überschlagen.