Osnabrück Siebter Sieg in Folge: VfL Osnabrück bezwingt Schweinfurt 4:0 und stellt Rekord ein
Siebter Sieg in Serie! Der VfL Osnabrück hat beim 4:0 gegen den FC Schweinfurt eine überzeugende Leistung gezeigt und stellte damit den Rekord von Siegen in Folge in der 3. Fußball-Liga ein. Zuletzt gab es in dieser Spielklasse 2022/23 sieben Erfolge in Serie. Damals folgte am Ende der Saison der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Auch diesmal ist der VfL auf dem Weg nach oben.
Jubel an der Bremer Brücke. Der VfL Osnabrück hat sich mit einem 4:0-Sieg gegen den Tabellenletzten aus der Länderspielpause zurückgemeldet. Nach dem siebten Sieg in Folge feierte die Mannschaft vor der Ostkurve, wo die Fans lautstark sangen: „Und wir steigen auf!“ Der Glaube an die Rückkehr in die 2. Bundesliga wächst seit Wochen - nach dem souveränen Erfolg gegen Schweinfurt ist er noch ein Stückchen größer geworden.
Während der Länderspielpause hatte der VfL zwei Testspiele absolviert, um vor dem Saisonendspurt in der 3. Fußball-Liga im Rhythmus zu bleiben. Mit 0:2 unterlag die Mannschaft gegen Zweitligist Hannover 96, gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach gelang ein 2:2. Danach hatte es vier Tage frei gegeben, in denen die Spieler und das Trainerteam noch einmal durchschnaufen und Kräfte sammeln konnten.
Gegen Tabellenschlusslicht Schweinfurt musste der VfL auf den gelbgesperrten Fridolin Wagner verzichten. Dafür war Bjarke Jacobsen wieder dabei. Der defensive Mittelfeldanker hatte beim 1:0-Sieg in Hoffenheim eine Gelbsperre abgesessen. Der Däne nahm Wagners Platz in der Startelf ein, in die auch der zuletzt angeschlagene Robin Fabinski (Bänderdehnung im Knie) zurückkehrte. Ansonsten baute Trainer Timo Schultz auf die Startelf, die in Hoffenheim den sechsten Liga-Sieg in Folge geholt hatte.
Daran wollte der VfL anknüpfen und hatte gleich in der ersten Minute der Partie die erste gute Möglichkeit durch Lars Kehl. Nach einem schnellen Spielzug, den er selbst mit eingeleitet hatte kam er im rechts im Strafraum frei zum Schuss, der Ball ging aber knapp am linken Pfosten vorbei. An einen schnell ausgeführten Freistoß von Kehl kam Patrick Kammerbauer im Strafraum nicht gut heran, so dass Johannes Geis klären konnte.
In der 9. Minute setzte sich Robin Meißner auf der linken Seite durch. Seinen Schuss konnte Schweinfurts Torhüter Toni Stahl aber parieren. Noch nicht einmal zehn Minuten waren da gespielt und der VfL hatte schon mehrere gute Möglichkeiten und defensiv nichts zugelassen. Kurz darauf ging schon das nächste Raunen über die Ränge. Kevin Wiethaup brachte mit einem starken Pass aus dem Mittelfeld Kehl (16.) im Strafraum in gute Position, doch der Schuss des Offensivmannes war leider etwas zu schwach und unplatziert. Sechs Minuten später zimmerte Kehl einen Distanzschuss über das Tor. Der VfL hatte bereits einige Chancen, er nutzte sie nur nicht.
In der 27. Minute sorgte Niklas Wiemann dann für den Torjubel an der Bremer Brücke. Die erste Ecke des Spiels für den VfL führten Frederik Christensen und Lars Kehl zuvor kurz aus. Wiemann kam zwei Meter vor dem Tor an den Ball und stocherte ihn im zweiten Anlauf über die Linie zum ersehnten 1:0.
Der VfL hatte die Partie nicht nur im Griff, er dominierte das Spielgeschehen gegen den Tabellenletzten, der vor dem Länderspielpause nach dem Trainerwechsel - Jermaine Jones hatte die Mannschaft übernommen - mit zwei Siegen aus den letzten drei Liga-Spielen eine durchaus gute Phase hatte.
Doch der Tabellebführer knüpfte ebenfalls an seine Leistungen der vergangenen Monate an. In der 37. Minute passte Robin Fabinski aus dem Mittelfeld den Ball stark zu Meißner, der Kehl auf der linken Seite sah. Diesmal traf der 23-Jährige zum 2:0. Es war das sechstes Saisontor von Kehl.
Mit viel Applaus wurde der VfL in die Pause verabschiedet, aus der er unverändert aufs Spielfeld zurückkehrte. Die Lila-Weißen standen vor allem defensiv weiter stabil, agierten offensiv aber mit etwas weniger Schwung und Zielstrebigkeit als in der ersten Halbzeit. Dennoch kamen sie zu Chancen. So wie in der 56. Minute als Wiethaup aus etwa 22 Metern abzog und der Ball nur knapp über das Schweinfurter Tor ging.
In der 60. Minute erhöhte der VfL dann auf 3:0. David Kopacz hatte sich im Mittelfeld durchgesetzt und zum langen Sprint angesetzt. Der Offensivmann sah dann den besser positionierten Meißner rechts im Strafraum nachrücken und legte diesem den Ball vor. Viermal hatte Kopacz zuvor in Folge getroffen, diesmal sammelte er seine zweite Saisonvorlage. Meißner erzielte mit dem 3:0 seinen 13 Treffer für den VfL. In der 75. Minute rutschte Kopacz nur knapp an seinem fünften Treffer in Folge vorbei als Christensen zuvor den Ball von der linken Seite in den Strafraum gespielt hatte. Der Däne erzielte dann kurz darauf das 4:0. Einen Einwurf von Kai Pröger brachte Robert Tesche in die Mitte, wo Christensen per Kopf traf.
Die Osnabrücker bleiben damit nicht nur im Jahr 2026 als einzige deutsche Profimannschaft ungeschlagen, sie feierten auch den siebten Sieg in Folge, und stellten damit den Rekord von Erfolgsserien in der 3. Liga aus dem Jahr 2022/23 ein. Damals stieg der VfL am Ende der Saison auf nach dem „90+6“-Wunder. Aktuell sieht es nicht so aus als würde den Osnabrückern noch einmal so ein nervenzehrendes Finale bevorstehen. Die Mannschaft von Trainer Schultz marschiert gerade konsequent und zielstrebig in Richtung 2. Bundesliga und hat aktuell sieben Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz.
Diesen hatte sich Energie Cottbus mit einem Sieg in Havelse wiedergeholt. Hansa Rostock unterlag dagegen überraschend 3:2 gegen Viktoria Köln. Bereits am Dienstagabend geht es für die Lila-Weißen in Duisburg beim aktuell Tabellenfünften (Stand vor dem Samstagabendspiel gegen Essen) weiter, am kommenden Sonntag ist dann Energie Cottbus zu Gast. Nach der überzeugenden Leistung gegen Schweinfurt kann der VfL in den beiden Spielen dann vielleicht schon die vorentscheiden Schritte Richtung 2. Bundesliga gehen.