Osnabrück  Blutspende in Osnabrück: So sieht es im neuen Zentrum aus

Louis Verheyen
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Von Louis Verheyen
| 08.04.2026 14:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das neue Blutspendezentrum in der Lortzingstraße 4 hat seit dem 7. April geöffnet. Foto: Tobias Saalschmidt
Das neue Blutspendezentrum in der Lortzingstraße 4 hat seit dem 7. April geöffnet. Foto: Tobias Saalschmidt
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Seit dem 7. April ist das neue Blutspendezentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Lortzingstraße geöffnet. Das Ziel ist es, mit dem Lokal eine Spenderzielgruppe zu erreichen, die in den letzten Jahren zu kurz kam.

In der Lortzingstraße hat am Dienstag, 7. April, ein neues Zentrum des DRK-Blutspendedienstes Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB) aufgemacht. Das Lokal soll besonders potenzielle Neuspender anziehen – auch im Hinblick auf die zu geringen Blutbestände, die viele Kliniken aktuell melden.

Zur Eröffnung stellten die Leiter Kay Krischker und Karin Maschmeier das neue Zentrum vor. Dabei erklärten sie, was es mit den sogenannten Spotlokalen in den Innenstädten auf sich hat und warum diese eine gute Gelegenheit bieten, vor allem jüngere Spender zu erreichen.

Seit den letzten drei Jahren konzentriert sich der Blutspendedienst NSTOB zunehmend auf die Spotlokale. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Blutspenden in zentral gelegenen Stadtteilen möglich machen. So auch der neue Spot in der Lortzingstraße, der sich direkt an einer belebten Fußgängerzone befindet.

„Die Zeiten haben sich geändert“, so Krischker. „Wir müssen moderner werden.“ Mit den wohnlich eingerichteten Zentren wird dabei eine attraktive Alternative zur Blutspende in den Kliniken geboten. Außerdem ziehen sie auch immer wieder spontane Interessenten an.

Osnabrück sei mit seinen zwei Kliniken ein wichtiger Standort für die Blutspende, sagt Krischker. Der Spendedienst versorgt aber nicht nur Krankenhäuser in Osnabrück mit Blut, sondern auch in Melle und Bramsche. Jedes Jahr werden in der Region insgesamt etwa 15.000 Blutkonserven benötigt.

Blutspendeorganisationen beobachten einen besorgniserregenden Trend: Rund die Hälfte aller Spender ist heute über 50 Jahre alt. Auf diesen Spenderstamm kann man sich in den kommenden Jahrzehnten nicht alleine verlassen, zumal mit der steigenden Lebenserwartung auch der Bedarf an Blutspenden zunimmt.

Daher muss der Spenderstamm auf eine jüngere Zielgruppe ausgeweitet werden. „Dafür ist eine junge, lebendige Stadt wie Osnabrück prädestiniert“, so Maschmeier. Hier erhofft sie sich einen ähnlich großen Erfolg wie im DRK-Spendelokal in Oldenburg. Dort kommen täglich rund 65 Spenden zustande.

Das Blutspendezentrum liegt in der Lortzingstraße 4 und hat seit dem 7. April geöffnet. Dienstags und Freitags von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr haben Interessenten hier die Möglichkeit, Blut zu spenden. Anschließend dürfen sich Spender ein Gratisessen in ausgewählten Restaurants in Osnabrück aussuchen.

Termine können bis zu vier Wochen im Voraus reserviert werden. Die Anmeldung erfolgt über www.blutspende-leben.de, die Blutspende-App oder direkt vor Ort.

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