Schifffahrt und Umwelt Griechische Reeder: Wettbewerbsnachteil durch Klimapläne
Griechische Reeder sehen durch geplante Klimaregeln für die Schifffahrt einen Wettbewerbsnachteil. Sie halten den vorgegebenen Netto-Null-Rahmen für nicht realistisch.
Griechische Reeder, die die größte Handelsflotte der Europäischen Union besitzen, haben vor zu strengen Klimaregeln für die Schifffahrt gewarnt. Sie äußerten sich vor der nächsten Sitzung der International Maritime Organisation (IMO), die Ende 2026 in London stattfinden soll.
Der sogenannte Netto-Null-Rahmen der IMO soll den Ausstoß von Treibhausgasen in der Schifffahrt senken. Dafür sollen Schiffe schrittweise weniger schädliche Treibstoffe nutzen. Wer zu viel CO₂ ausstößt, soll zahlen oder Ausgleichsmaßnahmen nutzen. Wer besonders sauber fährt, kann Vorteile bekommen.
„Plan nicht realistisch“
Die griechischen Reeder halten den geplanten Netto-Null-Rahmen für nicht realistisch. Sie warnen, dass wichtige Länder mit großen Handelsflotten nicht ausreichend mitziehen. Namen nannten sie nicht. Außerdem seien saubere Treibstoffe und neue Technik bislang nicht überall verfügbar oder zu teuer. Dadurch könnten die Kosten stark steigen und der Wettbewerb verzerrt werden.
Der Plan für den sogenannten Netto-Null-Rahmen ist im IMO-Umweltausschuss zwar schon grundsätzlich vorangebracht worden, aber noch nicht endgültig beschlossen. Bevor er gilt, muss er noch von den Mitgliedstaaten Ende 2026 offiziell angenommen werden. Wenn nicht genug Länder Einwände haben, treten die Regeln in der Regel etwa 16 Monate später in Kraft. Dann sind die Regierungen dafür verantwortlich, die Regeln umzusetzen und zu kontrollieren.