Osnabrück Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Klaus Busch: Ehemaliger Vizepräsident ist tot
Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Klaus Busch. Als Vizepräsident strukturierte der Politologe die Lehrerbildung entscheidend um. Er wechselte 1974 an die damals neu gegründete Universität.
Die Universität Osnabrück trauert um den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Busch. Er verstarb am Dienstag, 7. April 2026, wie die Universität mitteilte. Der Wissenschaftler prägte die Hochschule über Jahrzehnte als Lehrender und in der Leitungsebene.
Busch wechselte im Gründungsjahr 1974 an die Universität Osnabrück. Dort forschte und lehrte er bis zu seinem Ruhestand am damaligen Fachbereich Sozialwissenschaften. Von 1999 bis 2004 amtierte er als Vizepräsident der Hochschule. In dieser Funktion strukturierte er die Lehrerbildung in das neue Bachelor- und Mastersystem um. Außerdem half er bei der Einführung von Studiengängen mit internationalen Abschlüssen.
Die Präsidentin der Universität, Susanne Menzel-Riedl, würdigt seine Verdienste. „Sowohl als Hochschullehrer als auch als Vizepräsident hat Professor Busch die Universität maßgeblich mitgeprägt; unser Mitgefühl gilt seiner Familie“, erklärt sie. Der Politologe wirkte auch entscheidend an der Einrichtung des interdisziplinären Studiengangs Europäische Studien mit. Im Jahr 1995 erhielt er zudem den Jean-Monnet-Lehrstuhl der Kommission der Europäischen Union.
Daniel Mertens, Dekan des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften, würdigte Busches große europa- und wirtschaftspolitischen Kenntnisse sowie seinen Humor, mit dem er Studentengenerationen begeistert habe. „Dafür, und für seine jahrzehntelange Kollegialität schulden wir ihm tiefen Dank“, so Mertens.
Seine akademische Laufbahn begann Busch in Berlin. Der 1945 in Brake an der Unterweser geborene Wissenschaftler studierte ab 1965 Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Nach seinem Diplom arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am dortigen Otto-Suhr-Institut. An diesem Institut schloss er im Jahr 1974 auch seine Promotion erfolgreich ab.