Osnabrück  Heimspiel in Wiesbaden? VfL Osnabrück reist wohl mit mehr als 3000 Fans nach Hessen

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 20.04.2026 18:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bekanntes Terrain: Den Gästeblock des SV Wehen Wiesbaden kennen Fans des VfL Osnabrück zur Genüge. Anfang Mai reisen viele Osnabrücker Schlachtenbummler nach Hessen. Foto: imago/osnapix
Bekanntes Terrain: Den Gästeblock des SV Wehen Wiesbaden kennen Fans des VfL Osnabrück zur Genüge. Anfang Mai reisen viele Osnabrücker Schlachtenbummler nach Hessen. Foto: imago/osnapix
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Wenn der VfL Osnabrück am 3. Mai beim SV Wehen Wiesbaden antritt, könnte es ein lila-weißes Heimspiel in Hessen geben. Fast 4000 Tickets stehen für die VfL-Fans bereit, ein großer Teil ist bereits verkauft.

12.158 Zuschauer fasst die Brita-Arena des SV Wehen Wiesbaden. Ausverkauft war das Stadion des Tabellenneunten der 3. Fußball-Liga in dieser Spielzeit noch nicht. Saisonrekord in der aus viel Wellblech und Stahlrohren zusammengebastelten „Arena“ sind die 6712 Zuschauer, die am 20. März zum Heimspiel gegen Hansa Rostock kamen. Der Schnitt liegt in dieser Saison bei 4284. Wenn der VfL Osnabrück am Sonntag, 3. Mai (16.30 Uhr), zum 36. Spieltag bei den Hessen antritt, könnte es ein lila-weißes Heimspiel werden - rund 350 Kilometer vom eigenen Stadion entfernt.

Denn bislang sind für die Partie rund 2500 Tickets an Gästefans verkauft. Und seit Montagnachmittag ist ein weiterer Sitzplatzblock für VfL-Fans verfügbar: Zusätzlich zu dem ohnehin schon hohen Kontingent von fast 3200 Tickets kamen nun weitere 486 im Block W1 des Wiesbadener Stadions, direkt neben dem eigentlichen Gäste-Fanbereich. Insgesamt stehen somit knapp 3800 Karten für die Fans des VfL zur Verfügung und damit fast ein Viertel des gesamten Platzangebots: Der SVWW überschreitet damit die eigentlich festgeschriebene Marke von zehn Prozent der Gesamtkapazität, die für Gästefans vorgesehen muss - wohl wissend, dass er sein Stadion damit wohl noch deutlich mehr füllen kann als normalerweise. Während sich der VfL so auf größtmögliche Unterstützung in Hessen freut, gibt es für die Wiesbadener einige Tausend Euro an Extra-Einnahmen. Erhältlich sind die Tickets im Online-Shop des SVWW.

Es ist damit zu rechnen, dass der VfL sein großes Kontingent (fast) komplett ausschöpft und damit womöglich etwa die Hälfte des Stadions, vielleicht sogar mehr, lila-weiß trägt. Stimmungsmäßig dürften die Osnabrücker angesichts des relativ zurückhaltenden Wiesbadener Publikums ohnehin die Oberhand haben - zumal es ein großer Tag werden könnte: Nach aktueller Lage am oberen Ende der Tabelle scheint es durchaus wahrscheinlich, dass dieser 3. Mai der Tag des achten Aufstiegs in die eingleisige 2. Bundesliga werden könnte - ob aus eigener Kraft oder quasi unbeteiligt. Denn rund eine Stunde vor dem Anpfiff in Wiesbaden endet die Partie zwischen Duisburg und Cottbus, dem aktuellen Tabellenvierten und -Dritten. Ein passendes Ergebnis könnte schon dann den Startschuss für eine lila-weiße Party geben.

Zuvor steht für den VfL allerdings noch das „echte“ Heimspiel gegen den SC Verl an diesem Samstag (14 Uhr) an. Und dort ist der Heimbereich - genau wie für die letzte Partie an der Bremer Brücke in dieser Saison gegen den SSV Ulm (9. Mai, 14 Uhr) - ausverkauft.

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