Osnabrück VfL Osnabrück: Ismail Badjie bei mehreren Bundesligisten auf dem Radar
Ismail Badjie hat sich mit seinen Leistungen beim VfL Osnabrück in den Fokus von Bundesligisten gespielt. Auch andere Spieler des Drittliga-Tabellenführers wecken Interesse bei höherklassigen Vereinen.
Dass Scouts im Profifußball auf den Tribünen sitzen, um mögliche Neuverpflichtungen für ihre Clubs zu sichten, ist Normalität - auch beim VfL Osnabrück an der Bremer Brücke. In dieser Saison kommen die meisten von ihnen für einen Spieler, der einen wesentlichen Anteil am Osnabrücker Erfolg hat: Ismail Badjie. Das 20-jährige Eigengewächs hat mit acht Toren, davon sechs als Joker, und einer Vorlage seinen Durchbruch beim VfL geschafft - und mit seinen Leistungen nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht, auch in der Bundesliga.
So berichtete die „Bild“-Zeitung am Montag, dass Borussia Mönchengladbach an Badjie interessiert sei. Der dynamische Flügelstürmer sei sogar schon in Gladbach vor Ort gewesen, um sich die Gegebenheiten anzuschauen. Nach noz-Informationen ist Badjie aber auch bei weiteren Bundesligisten auf dem Radar: Werder Bremen und Eintracht Frankfurt haben ihn demnach mehrfach beobachtet und sind womöglich an einer Verpflichtung interessiert.
Klar ist: Der VfL hat das Heft des Handelns in der Hand. Badjie hatte erst im September seinen Vertrag in seiner Heimatstadt verlängert, mindestens bis 2028. Insofern können die Lila-Weißen unter der sportlichen Führung von Joe Enochs und Daniel Latkowski frei über eine mögliche Ablösesumme verhandeln. Angesichts der gezeigten Leistungen, seines Alters und des begehrten Spielerprofils eines dribbel- und abschlussstarken Sprinters scheint ein siebenstelliger Betrag definitiv erreichbar. Ob der VfL überhaupt auf einen Transfer aus ist, ist allerdings offen. Denkbar erscheint auch ein Verkauf mit einer sofortigen Rückleihe für die kommende Saison.
Die Aussicht auf viel Spielzeit in der 2. Bundesliga - sofern der VfL den zum Greifen nahen Aufstieg tatsächlich schafft - könnte für Badjie durchaus auch reizvoll sein. Das gleiche gilt für Robin Fabinski. Der 22-jährige Verteidiger, der im Sommer aus Erfurt kam und ebenfalls noch über den Sommer hinaus an den VfL gebunden ist, wurde ebenfalls mehrfach von Bundesliga-Scouts beobachtet.
Weniger Optionen gibt es im Falle von Lars Kehl. Der Vertrag des Osnabrücker Spielmachers, der bislang sechs Tore erzielte und zwölf vorbereitete, läuft zum Sommer aus. Der 24-Jährige hat ein Verlängerungsangebot des VfL auf dem Tisch liegen, eine Entscheidung steht allerdings aus. Nun berichtete die „WAZ“ über Gespräche mit dem VfL Bochum. Der Tabellenzehnte der 2. Bundesliga ist auf der Suche nach einem Kreativspieler, zuletzt wurde ihm auf Interesse an Verls Berkan Taz nachgesagt. Kehl könnte ablösefrei wechseln und hat allein deshalb einen Markt in der 2. Bundesliga, könnte sie aber genauso mit den Osnabrückern erreichen.