Barßel  Charta für Sterbebegleitung unterzeichnet

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 05.05.2026 17:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bürgermeister Nils Anhuth (sitzend, links) unterzeichnet die Charta zusammen mit der Koordinatorin Marlies Steenken (rechts). Über die Schulter schauen den Beiden Erster Gemeinderat Michael Sope (stehend links), Carsten Huslage (rechts) sowie haupt- und ehrenamtliche Kräfte. Foto: Hans Passmann
Bürgermeister Nils Anhuth (sitzend, links) unterzeichnet die Charta zusammen mit der Koordinatorin Marlies Steenken (rechts). Über die Schulter schauen den Beiden Erster Gemeinderat Michael Sope (stehend links), Carsten Huslage (rechts) sowie haupt- und ehrenamtliche Kräfte. Foto: Hans Passmann
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Barßel unterzeichnet die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Bürgermeister Nils Anhuth kündigt dafür auch Unterstützung an.

Barßel - „Niemand spricht gern über das Sterben und den Tod. Doch es betrifft uns alle“, sagt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos). Gerade deshalb müsse die Thematik stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken.

Um dem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen, haben Anhuth und Marlies Steenken, Koordinatorin des ehrenamtlichen Hospizdienstes der Caritas, im Bürgerhaus Barßel die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen unterzeichnet. Damit solle ein sichtbares Zeichen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende gesetzt werden. Nachdem der Landkreis die Charta bereits unterzeichnet hat, ist Barßel nach Angaben der Beteiligten die erste Kommune, die das ebenfalls tut.

Zeichen für würdige Begleitung

„Die Unterzeichnung dieser Charta untermauert die Absicht des Landkreises, sich für Palliativversorgung und Hospizarbeit zu engagieren. Die Gemeinde macht das verpflichtend zu ihrem Thema“, sagt Steenken. Auch Caritas-Geschäftsführer Carsten Huslage sieht darin ein Signal. Mit der Charta solle zudem in der Politik ein stärkeres Bewusstsein für die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativarbeit geweckt werden, so Steenken.

„Wir hoffen mit der Charta, mehr Aufmerksamkeit für das doch eigentlich sensible Thema zu gewinnen. Durch die Unterzeichnung der Charta hoffen wir natürlich auch, menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen“, sagt Anhuth. Für die Gemeinde sei die Unterzeichnung zunächst eine symbolische Unterstützung – dabei solle es aber nicht bleiben.

Unterstützung über Symbolik hinaus

„Wir werden das Ganze, wenn auch nur in einem gewissen Rahmen, finanziell unterstützen. Aber auch in organisatorischen Fragen behilflich sein. Wohlmöglich aber auch Spenden einwerben“, sagt Anhuth. Letztlich diene die Unterstützung auch dazu, Ehrenamtliche in diesem Bereich auszubilden.

„Durch die Charta soll auch die Versorgungsstruktur besser werden. Damit jede Altersklasse versorgt werden kann, ist der Anspruch“, sagt Huslage. Getragen wird die Charta von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband und der Bundesärztekammer.

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