Hantavirus Niederlande fliegen deutsche Passagiere der „Hondius“ heim

dpa
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Von dpa
| 10.05.2026 07:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Niederlande übernimmt den Rücktransport der Deutschen. Foto: Ubay Rodríguez/EUROPA PRESS/dpa
Die Niederlande übernimmt den Rücktransport der Deutschen. Foto: Ubay Rodríguez/EUROPA PRESS/dpa
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Nach 40 Tagen an Bord ihres Kreuzfahrtschiffs sollen die Passagiere der „Hondius“ nach der Ankunft in Teneriffa in ihre Heimatländer geflogen werden. Die Niederlande kümmern sich um die Deutschen.

Kurz nach der Ankunft des von einem Ausbruch des Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes auf Teneriffa haben sich Ärzte an Bord der „Hondius“ begeben. Das medizinische Personal werde nun auf dem Schiff die epidemiologische Untersuchung durchführen, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid mit.

Erst nachdem die Menschen an Bord auf akute Krankheitssymptome untersucht wurden, sollen alle Passagiere und zahlreiche der Crewmitglieder nach und nach ausgeschifft und anschließend auf dem Luftwege in ihre jeweiligen Heimatländer gebracht werden.

Klar ist nun auch, wie es mit den verbliebenen deutschen Passagieren vor Ort weitergeht: Gesundheitsministerin Mónica García sagte vor Journalisten, man werde zunächst die 14 Spanier an Bord ausschiffen und nach Madrid bringen. „Der nächste Staat, der die Evakuierung übernehmen wird, sind die Niederlande. Sie werden ebenfalls Staatsbürger aus Deutschland, Belgien und Griechenland sowie einen Teil der Besatzung mitnehmen“, erklärte sie.

Alle Menschen an Bord weiterhin ohne Krankheitssymptome

Die „Hondius“ war am frühen Vormittag in den Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Urlaubsinsel eingefahren. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien nach weiterhin geltenden Informationen ohne Krankheitssymptome, sagte Ministerin García.

Auf dem Kreuzfahrtschiff sind Reisegäste und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide sind sechs Deutsche an Bord.

Nach den jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.

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