Leer
BI: ECE-Pläne ein Hemmschuh für Leer
Die neuerliche Debatte blockiere die Investitionen in der unteren Mühlenstraße. Den interessierten Kaufleuten dort fehle die Planungssicherheit, meint Carsten Tergast.
Dabei ging Schröder auch auf den Verlauf der Planungswerkstatt ein, in der Ideen von Leeranern zur Stadtentwicklung eingebracht und diskutiert wurden (die OZ berichtete). Die an und für sich sinnvolle Veranstaltung, so Schröder, sei in der vierten Sitzung zu einer "Werbeveranstaltung des Investors ECE" umfunktioniert worden. Daran habe Bürgermeister Wolfgang Kellner ordentlich mitgewirkt.
"Das war ein Vertrauensbruch"
Sie und Tergast kritisierten zudem, dass entgegen der Absprache eine Mitarbeiterin der Verwaltung Fotos von Teilnehmern der Planungswerkstatt gemacht habe und diese auch veröffentlicht worden seien. "Das war ein Vertrauensbruch", sagte Schröder.
Die Bürgerinitiative spricht sich zwar nicht generell gegen eine Galerie aus, doch das derzeit ins Gespräch gebrachte ECE-Center sei "zu groß und am falschen Ort". Zudem wirke es wie ein Hemmschuh. Es stünden Investoren bereit, um Verkaufsflächen im unteren Bereich der Mühlenstraße zu schaffen, doch solange ein ECE-Center die öffentliche Diskussion beherrsche, gebe es keine Planungssicherheit für Investoren, sagte Tergast.
Heftig diskutiert wird in den Reihen der Bürgerinitiative der OZ-Artikel über die Ideen des langjährigen Leeraner Ratsherrn Berend Schröder (CDU) zur Innenstadt-Neugestaltung. Ein Thema dabei war, dass Schröders Sohn als Architekt für ECE arbeitet. Auf OZ-Nachfrage bestätigte der 73-Jährige Heisfelder, dass sein Sohn als Beleuchtungsplaner für ECE in Hamburg tätig ist. Schröder zur OZ: "Das hat aber mit meinem Ansichten zur Stadtentscheidung nichts zu tun."