Ihrhove

Küchencenter in Ihrhove hat Insolvenz angemeldet

Carsten Ammermann
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Von Carsten Ammermann
| 28.08.2019 18:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Die Firma KCI Küchencenter Ihrhove ist pleite. Kunden, die eine Küche bestellt haben, sehen womöglich ihr angezahltes Geld nicht mehr wieder. Doch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für sie noch.

An der Scheibe hängt eine Information für die Kunden.
An der Scheibe hängt eine Information für die Kunden.
Ihrhove - „Die Firma KCI Küchencenter Ihrhove ist aus betrieblichen Gründen vorübergehend geschlossen.“ Wer versucht, telefonisch einen Mitarbeiter am Firmensitz an der Straße Tjücher Weg zu erreichen, der wird mit dieser Bandansage vertröstet. Das Geschäft ist seit ungefähr zwei Wochen geschlossen. Der Grund: Die Inhaberin musste beim Amtsgericht Leer Insolvenz anmelden. Betroffen von der Zahlungsunfähigkeit sind neben den Kunden auch 18 Mitarbeiter.

Das Insolvenzantragsverfahren ist bereits eingeleitet und auch durch das Amtsgericht veröffentlicht worden. Der eingesetzte Bremer Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann teilte auf OZ-Anfrage mit, dass sich mittlerweile zehn Kunden bei ihm gemeldet haben. „Sie haben ihre Küchen angezahlt, sie sind aber nicht mehr geliefert worden“, sagte Kaufmann.

Firmenräume angeschaut

Nach seiner Auskunft ist die getätigte Anzahlung mit der Eröffnung der Insolvenz weg. „Aber unser Ziel ist es, den Schaden so gering wie möglich zu halten“, sagte der Bremer Rechtsanwalt. Damit spielt der Verwalter darauf an, dass in den Firmenräumen des Ihrhover Unternehmens am Tjücher Weg noch etwa zehn Küchen stehen, die angezahlt worden sind und jetzt zur Insolvenzmasse gehören. „Ich führe zurzeit Gespräche mit der Geschäftsführerin und mit dem Hersteller. Wir arbeiten an einer Lösung, damit die Küchen doch noch geliefert und eingebaut werden können“, so Kaufmann.

Der Insolvenzverwalter war kürzlich in Ihrhove. Er hat sich nach eigenen Angaben die Firmenräume angeschaut und mit der Geschäftsführerin gesprochen.

„Es war ein positives Gespräch, sie hat uns umfassend informiert“, so der Rechtsanwalt. Er teilte mit, dass die Unternehmerin noch Kredite aufgenommen habe, um den Betrieb weiterführen zu können. Ein Versuch, der letztlich nicht mehr erfolgreich war. Nach Ansicht des Insolvenzverwalters ist der Ihrhover Betrieb nach jetzigen Stand der Dinge nicht mehr zu retten.

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