Emden
Unterirdische Müllcontainer verschwinden
Auf dem Neuen Markt in Emden konnte Altglas bislang in unterirdischen Containern entsorgt werden. Damit ist Schluss. Der zentrale Platz wird umgebaut und im Herbst als schicke Multifunktions- und Veranstaltungsfläche wiederöffnet.
Emden - Aus den Augen - aus dem Sinn. Wer in Emdens Innenstadt Glas entsorgt, konnte alte Flaschen auf dem Neuen Markt bequem verschwinden lassen, in unterirdischen Behältern. Die praktischen und unscheinbaren Container, aus denen allerdings oft ein eklig-gammeliger Geruch aufstieg, wurden entfernt. Wie Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Nachfrage wissen lässt, ist noch nicht klar, wo es einen Ersatz geben soll. Zurzeit prüfe der BEE „die technische Umsetzbarkeit und unterschiedliche Standortoptionen“, teilt Dinkela mit. Mit dem BEE ist der städtischen Bau- und Entsorgungsbetrieb gemeint.
Übler Geruch
Dass die müffelnden Sammelbehälter abgeschafft werden, ist Teil einer groß angelegten Marktplatz-Offensive. Das Herzstück der Innenstadt soll in neuem Glanz erstrahlen – es ist ein wichtiges Element in der beabsichtigten Belebung des gesamten Zentrums. Bereits seit dem vergangenen Jahr wird der Neue Markt, der bislang vorrangig für den Wochenmarkt und zum Parken genutzt wurde, aufwendig saniert. Veranschlagt ist die Frischzellenkur mit rund 1,6 Millionen Euro. Es gibt neue Versorgungsleitungen für die Beschicker, neue Bäume fürs Auge und einen Bodenbelag im Fischgrät- beziehungsweise Schiffsdeckmuster.
Wiedereröffnung mit Überraschungseffekt
Läuft alles rund, ist die monatelange Sanierung im Herbst dieses Jahres fertig. Wann genau, lasse sich allerdings noch nicht sagen, schreibt Dinkela: „Alles hängt vom weiteren Bauablauf und der Entwicklung der Pandemie ab.“ Offen ist wegen der Corona-Unwägbarkeiten auch, in welcher Form feierlich wiedereröffnet wird. Vor der Pandemie hatte es Pläne für eine bewusst bürgernahe Inszenierung gegeben - schließlich soll die Fläche nach der Sanierung nicht nur durch den Wochenmarkt, sondern mit größeren Außenbereichen für Gastronomiebetriebe und verstärkt durch Veranstaltungen belebt werden. Zur Wiedereröffnung war deswegen ein Fest mit Live-Musik, einer Gastromeile und Sitzplätzen für die Gäste angedacht. Als Überraschung sollte es nach OZ-Informationen kleine Vorführungen aus den Fenstern umliegender Gebäude geben.
Neue Ideen für den Neuen Markt
Doch wie so vieles in diesem Jahr lässt sich auch diese Idee wegen der Infektionsgefahr nicht ohne Weiteres umsetzen. Ob und wann es einen Ersatz geben könnte, steht laut Dinkela nicht fest. Nur so viel: „Wir möchten den Platz nach der Bauzeit gerne feierlich eröffnen und zwar mit einer Veranstaltung, die der neuen Nutzung und Gestaltung gerecht wird. Sollte dies unter den bestehenden Auflagen nicht möglich sein, so werden wir frühzeitig nach einer kleineren Lösung suchen und die große Feier gegebenenfalls zu einem geeigneteren Zeitpunkt nachholen.“