Diskussion

Kreistagspolitiker suchen das Gespräch mit Landwirten

| 24.08.2020 20:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Die geplante Ausweisung von Schutzgebieten im Bereich Fehntjer Tief sorgt weiter für Diskussionen. Vertreter des SPD-Kreisvorstands und der SPD-Kreistagsfraktion zeigen sich optimistisch, dass es eine einvernehmliche Lösung geben kann.

Ayenwolde - Die Diskussion um die Ausweisung von Schutzgebieten im Raum Fehntjer Tief geht weiter. Sowohl Politiker der SPD als auch der FDP haben sich mit den Landwirten vom Verein „Nachhaltige Naturlandschaft“ getroffen, um über die Auswirkungen zu reden.

Die Vertreter des SPD-Kreisvorstands und der SPD-Kreistagsfraktion zeigten sich einer Mitteilung zufolge optimistisch, dass es bei der Ausweisung von Schutzgebieten eine Lösung gebe, die die Vorgaben der Europäischen Union erfüllt und die Existenz von betroffenen Landwirten nicht gefährde. „Nach unserer Einschätzung gibt es einen Ermessensspielraum, den wir nutzen sollten“, werden die Kreisvorsitzende Anja Troff-Schaffarzyk und der Kreistagsfraktionsvorsitzende Hermann Koenen zitiert.

„Dann werden viele der 130 Landwirte aufgeben“

Der Vereinsvorsitzende und Landwirt Eilert Smit und sein Stellvertreter Jann Goemann hätten deutlich gemacht, dass zu starke Einschränkungen ein wirtschaftliches Arbeiten für zahlreiche Betriebe nicht mehr möglich machten. „Dann werden viele der 130 Landwirte aufgeben“, sagten Smit und Goemann. Sie verwiesen darauf, dass es „auf dem Grünland keine Alternative zur Milchviehhaltung gibt“.

„Wir glauben, dass die Landwirte eine Lösung im Miteinander suchen und bereit sind, eine Weiterentwicklung des Gebiets im ökologischen Sinne zu unterstützen. Da es obendrein auch nach Aussagen von Umweltminister Olaf Lies einen Ermessensspielraum gibt, unterstützen wir alle rechtssicheren Vorschläge, die die Existenz unserer Landwirte gewährleisten“, so Troff-Schaffarzyk und Koenen.

Auch das FDP-Kreistagsmitglied Arnold Venema hat mit den Vertretern des Vereins gesprochen. Er sei davon überzeugt, dass die Einrichtung eines Landschaftsschutzgebietes als Status für die Fehntjer-Tief-Niederung ausreichend sei. „Damit sind selbstverständlich auch schon genug Auflagen verbunden“, teilt er mit. „Zum Beispiel wird das Landschaftsschutzgebiet Rheiderland von der neuerlichen Veränderung des Jagdrechts ausgenommen.“ Nonnengänse dürften dort nach wie vor nicht geschossen werden. Die Landwirte müssten mit den Bedingungen leben können. „Es darf nicht ständig Pläne und Verordnungen vom Grünen Tisch geben, die keinen Bezug zur Realität haben. Sonst leiden Menschen und Natur“, so Venema.

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