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An diesem Freitag kommt das Feuerschiff in den Emder Delft
Eines der bekanntesten Emder Denkmäler kehrt in den Delft zurück: Das Feuerschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ war fast ein Jahr bei der Werft EWD. Corona macht eine Feier unmöglich, den Mitgliedern des Schiffsvereins aber fällt ein Stein vom Herzen.
Emden - Das Plumpsen des Steins, der den Mitgliedern des Feuerschiff-Vereins an diesem Freitag vom Herzen fallen wird, wird wohl in ganz Emden zu hören sein. Das sagt Vorsitzender Heinz-Günther Buß. Denn: An diesem Freitagvormittag kehrt das Museumsschiff „Amrumbank/Deutsche Bucht“ nach fast einem Jahr auf der Werft EWD an seinen Liegeplatz zurück. Es war ein Mammutprojekt für die ehrenamtlichen Mitglieder. Die Sanierung war sehr viel aufwendiger geworden als anfangs erwartet.
Eigentlich war für die Rückkehr nun eine große Feier geplant gewesen - wegen Corona darf das Schiff aber nur mit Notbesatzung einlaufen. Sobald es an seinem angestammten Platz neben der „Georg Breusing“ liegt und alle Versorgungsleitungen von Land angebracht sind, müssen die Mitglieder sofort das Schiff verlassen. „Der Zugang wird dann voll gesperrt“, sagt Buß. „Es ist sehr bitter für uns.“ Die Mitglieder des Vereins hätten in diesem Jahr bis zu 12.000 ehrenamtliche Stunden in das Schiff gesteckt. Sie hatten immer dann angepackt, wenn Arbeiten nicht zwangsläufig von der EWD durchgeführt werden mussten. Nun hätten sie eigentlich gemeinsam die Früchte ihres Schuftens genießen wollen. Corona macht das unmöglich. Auch die Exponate, die normalerweise in dem Museumsschiff ausgestellt werden und im ehemaligen Emder Kraftwerk zwischenlagern, hatten sie jetzt noch nicht wieder an Bord nehmen dürfen, so Buß. „Wir müssen es im nächsten Jahr einräumen.“
Die Arbeiten hatten nicht nur länger gedauert und waren aufwendiger gewesen. Auch die Kosten waren in die Höhe geschossen. Aber: „Alle Fördergelder und Aufstockungen wurden genehmigt und schon überwiesen“, sagt Buß. Es habe eine tolle Unterstützung aus der Berliner Politik gegeben - etwa durch Johannes Kahrs (SPD, ehemals im Bundestag), den Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff (SPD, Pewsum) und Umweltminister Olaf Lies (SPD).