OZ-Weihnachtsaktion

Dank der Spender wird ein besseres Haus gebaut

Von Lena Mimkes
 | 10.02.2021 17:46 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Mehr als 144.000 Euro spendeten die Leser der OZ für das in Remels geplante Schutzengel Huus Michael. Die Verantwortlichen haben jetzt den Scheck entgegengenommen und erzählen, wie das Geld die Planungen verändert.

Ostfriesland - Mit dieser gewaltigen Summe hatte niemand gerechnet: Mehr als 144.000 Euro spendeten die Leser der OZ bei der vergangenen Weihnachtsaktion für den Förderverein des in Remels geplanten Schutzengel Huus Michael. Bei der symbolischen Scheckübergabe zeigten sich die Verantwortlichen überwältigt von der Großzügigkeit der OZ-Leser: „Wir sind sehr froh, dass so viele Menschen den Bau dieser Einrichtung, die so dringend gebraucht wird, unterstützen“, sagte Ulf Thiele, Vorsitzender des Fördervereins. „Dank der vielen Spender wird es ein besseres Haus.“

Die Verantwortlichen der Diakonie, Alma Janßen und Sandra Groth, sowie Fördervereinsvorsitzender Ulf Thiele freuen sich über die große Spendenbereitschaft.
Die Verantwortlichen der Diakonie, Alma Janßen und Sandra Groth, sowie Fördervereinsvorsitzender Ulf Thiele freuen sich über die große Spendenbereitschaft.

Das Schutzengel Huus wird von der Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen gebaut. Schwerkranke Kinder und ihre Eltern sollen darin auf den Pflegealltag im eigenen Zuhause vorbereitet werden. „Das Haus wird größer, es wird nun zweieinhalb-geschossig gebaut“, so Thiele. „Wir können das Grundstück jetzt besser ausnutzen.“

Fahrstuhl und mobile Badewanne sind nun möglich

Einen Bauplatz im Neubaugebiet an der Schleusenstraße in Remels hat die Diakonie bereits gekauft. Finanziert wird der Bau durch Öffentliche Mittel und Kredite, dank der Spenden ist eine gehobenere Ausstattung möglich, mit der die Pflege der kleinen Patienten verbessert werden kann. In den überarbeiteten Bauplänen finden nun zum Beispiel auch ein Fahrstuhl und eine mobile Badewanne Platz. „Das ist so, als wenn man eine Amalgamplombe mit einer Keramikfüllung vergleichen würde“, so Thiele. „Jede Spende ist eine Optimierung“, sagt auch Sandra Groth, Pflegedienstleitung der Diakonie. Als Zeichen des Dankes an die Unterstützer der Weihnachtsaktion soll neben der Einrichtung ein Baum gepflanzt werden, kündigt Ulf Thiele an.

Noch nie wurde bei einer OZ-Weihnachtsaktion so viel Geld gespendet.
Noch nie wurde bei einer OZ-Weihnachtsaktion so viel Geld gespendet.

In der Zeit um Ostern sollen die Bauanträge eingereicht werden. „Wir hoffen, dass die Grundsteinlegung im Spätherbst dieses Jahres stattfinden kann und wir Ende 2022 eröffnen können“, so Groth. Drei Patienten stehen schon auf der Warteliste. „Wir bekommen Anrufe von weit her, ob wir schon Kinder aufnehmen“, erzählt Groth. „Wenn es so weit ist, werden wir wahrscheinlich schnell ausgebucht sein.“

Einrichtung schafft Stabilität und Sicherheit

Eine Besonderheit des Schutzengel Huus ist, dass Eltern und Geschwisterkinder in die Pflege der kranken Kinder eingebunden werden. Sie wohnen vor Ort in Elternappartements. „Wir wollen Stabilität schaffen und die Eltern mit ihren Kindern sicher nach Hause gehen lassen. Ganz ohne Krankenhausstress“, so Sandra Groth.

Insgesamt ist bei der OZ-Weihnachtsaktion für das Schutzengel Huus eine Summe von 144.580,15 zusammengekommen. Nach der Scheckübergabe stieg die Summe noch einmal um 100 Euro.

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