Tourismus

Petkumer wundern sich über Wohnmobile am Hafen

25.03.2021 15:25 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Offenbar übernachten immer wieder Touristen in Wohnmobilen am Petkumer Hafen. Erlaubt ist es nicht. Der Stadt liegen entsprechende Hinweise vor. Sie lässt die öffentlichen Parkplätze kontrollieren.

Emden - Der Petkumer Hafen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Ostfriesland-Touristen. Offenbar wird er in jüngster Zeit regelmäßig von Wohnmobilisten für Übernachtungen genutzt. Weil es dort lediglich öffentliche Parkplätze, aber keine festen Reisemobil-Stellplätze gibt, verstößt das gegen geltendes Recht. Der FDP-Ratsherr Erich Bolinius, der in Petkum lebt, hat sich daraufhin an die Emder Stadtverwaltung gewandt. Er will wissen, was die Verantwortlichen unternehmen.

Gegenüber der Redaktion sagt Bolinius, dass er fast täglich mit dem Rad an der Ems und auch am Hafen in Petkum unterwegs sei. Dabei falle ihm „in der letzten Zeit immer wieder“ auf, dass am Fähranleger Wohnmobile stünden - „überwiegend aus Nordrhein-Westfalen“, wie er sagt. Wenn diese dort schon morgens um 8 Uhr zu sehen seien, gehe er davon aus, dass sie auch über Nacht gestanden hätten.

Die Rechtslage

Die Rechtslage ist eindeutig. Wie die Pressestelle der Stadt erklärt, dürfen Wohnmobile zwar auf öffentlichen Flächen parken. „Es darf jedoch nicht auf öffentlich zugänglichen Flächen übernachtet werden“, teilt Stadtsprecher Eduard Dinkela mit. Zulässig seien lediglich Tagesgäste.

Weiter lässt der Pressesprecher auf Nachfrage wissen, dass die Stadt beziehungsweise deren Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter regelmäßig die bei Touristen besonders beliebten Plätze anfahre. Wegen der jetzt aus Petkum gemeldeten Hinweise habe die Stadt „das Polizeikommissariat Emden informiert und gebeten, entsprechend der personellen Möglichkeiten auf Wohnmobile zu achten.“ Die Frage, ob auch von anderen möglichen Plätzen Hinweise auf unerlaubte Übernachtungen gegeben würden, verneint Dinkela.

Verständnis für Wohnmobilisten, die sich über die geltenden Regeln hinwegsetzen, hat Erich Bolinius nicht. Ihn stört, dass „während aller bisherigen Lockdowns“ immer wieder Touristen zu sehen seien, obwohl darum gebeten werde, möglichst zu Hause zu bleiben. „Wir müssen uns alle an die Regeln halten“, sagt er.

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